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Unternehmen gegen Corona (20): Aus dem Drucker was für die Ohren

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Ohrenschützer; Die Maskenhalterung der Life Science Factory vermeidet Druckstellen durch Gummibänder.

Macht das Maskentragen einfacher: Eine Halterung aus dem 3D-Drucker, entstanden in der Göttinger Life Science Factory.

Masken mit Nebenwirkung: Dass die Gummibänder ursprünglich nicht für den Dauergebrauch ausgelegt sind, spürt vor allem das medizinische Personal. Die Bänder drücken und führen zu wunden Stellen. Dagegen wollten die Göttinger Life Science Factory etwas machen und produzierte über ihre 3D-Drucker Maskenhalterungen. Sie werden am Hinterkopf als Verbindung zwischen den Gummibändern getragen, sodass Druckstellen hinter den Ohren vermieden werden. Eine erste Spende von 50 Stück übergab die Life Science Factory im Mai an das Evangelische Krankenhaus Göttingen- Weende.

„Wir freuen uns, dass wir einen kleinen Beitrag leisten können, gemeinsam diese Zeit bestmöglich zu bewältigen“, sagte Dr. Petra Runge-Wollmann von Life Science Factory bei der Übergabe. „Wir haben die Vorlage für die Produktion der Maskenhalterungen an unsere 3D-Drucker angepasst und uns in der Community ausgetauscht, wer diese Halterungen benötigt.“

Nachdem die Information über die Maskenhalterungen im Intranet des Weender Krankenhaus veröffentlicht wurde, kamen sofort die ersten Anfragen. „Innerhalb der ersten Stunden hatten wir schon 30 Bestellungen, viele Kollegen waren traurig, dass sie nicht direkt eine Halterung mitnehmen konnten. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass die Life Science Factory sofort mit der Produktion gestartet hat und uns die Halterungen bereits einen Tag später übergibt“, so Ruth Tönsmann, Leiterin der Abteilung Physio- und Ergotherapie, die die Halterungen für ihre Kollegen entgegennahm. Zum Zeitpunkt der Übergabe war bereits eine Nachlieferung in Produktion ist. Auch Personalentwicklerin Anne-Marie Heller freut sich über die Initiative: „Wir sind dankbar über jedes Angebot, das den Mitarbeitern hilft, die hier jeden Tag ihr Bestes geben.“

Neben dem Weender Krankenhaus wurden bereits Halterungen an Hausärzte in Hannover und an das Krankenhaus in Wolfenbüttel geschickt. Gerne können sich weitere Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen/Institutionen bei der Life Science Factory melden: info@lifescience-factory.com

Die von der Göttinger Sartorius AG gegründete, eigenständige Life Science Factory fördert den wissenschaftlichen Fortschritt und Firmengründungen im Life-Science-Bereich. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung innovativer Technologien mit einem klaren Anwendungsfokus zu stärken und Wissenschaftlern den Raum zu bieten, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu gehen. Auf aktuell 600 Quadratmetern bietet die Life Science Factory Coworking-Plätze, Veranstaltungsflächen sowie eine Prototyping-Werkstatt, außerdem regelmäßige Veranstaltungen, Mentoring und Workshop. Nächster Schritt soll ein erweitertes Konzept mit Laborflächen auf über 2000 Quadratmetern ab Ende 2021 sein.

 

An dieser Stelle berichten wir über Unternehmen, die sich mit Ideen und Engagement, mit ihren Produkten und Dienstleistungen am Kampf gegen das Coronavirus beteiligen.

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Klaus Pohlmann

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