Ein Teil des Vorstands der Hannover Rück: Der Vorstandsvorsitzende Clemens Jungsthöfel (v.r.n.l.), Christian Hermelingmeier, Sven Althoff und Claude Chèvre. Foto: Screenshot
Stärkste Bilanz in der Geschichte: Hannover Rück steigert Gewinn deutlich
12. März 2026 | von Georg ThomasWeniger Großschäden als erwartet: Die Hannover Rück hat im Geschäftsjahr 2025 trotz herausfordernder Marktbedingungen die angehobene Gewinnprognose erreicht. Der Nettokonzerngewinn stieg deutlich auf 2,6 Mrd. Euro.
„Die Hannover Rück steht für Verlässlichkeit und finanzielle Stärke. Wir haben im Jahr 2025 unser angehobenes Gewinnziel erreicht und zugleich das erfolgreiche Geschäftsjahr erneut genutzt und strategische Maßnahmen ergriffen, um unsere zukünftige Ertragskraft signifikant zu stärken“, sagte Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. „Mit dem erneut deutlich angehobenen Dividendenvorschlag und der gesteigerten Ausschüttungsquote partizipieren unsere Aktionärinnen und Aktionäre zugleich mehr denn je am Erfolg der Hannover Rück.”
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung, die am 6. Mai stattfindet, für das Geschäftsjahr 2025 eine um 39 Prozent höhere Dividende von 12,50 Euro je Aktie (Gesamtdividende Vorjahr: 9 Euro je Aktie) vorschlagen. Die Ausschüttungsquote von 57 Prozent (Vorjahr: 46 %) entspricht somit der neuen Dividendenstrategie einer Auszahlung von rund 55 Prozent des IFRS-Nettokonzerngewinns.
Im Geschäftsjahr 2025 summierten sich die Nettoleistungen für Großschäden auf 1.725 Mio. Euro (Vorjahr 1.629 Mio. Euro) und lagen damit unter dem budgetierten Erwartungswert von 2,1 Mrd. Euro für das Gesamtjahr. Die größten Einzelschäden waren die Waldbrände in Kalifornien zu Beginn des Jahres (595 Mio. Euro), Hurrikan „Melissa” im Oktober (329 Mio. Euro), das Erdbeben in Myanmar (118 Mio. Euro) sowie schwere Hagelstürme in Australien im November (102 Mio. Euro).
Die hohe Profitabilität des Geschäfts, eine Unterauslastung des Großschadenbudgets und ein positives Währungsergebnis ermöglichten es der Hannover Rück neben dem höheren Ergebnis auch die Ertragskraft für die kommenden Jahren deutlich zu stärken. Hierfür hat die Hannover Rück die Resilienzen in den Schadenreserven weiter ausgebaut und aktiv stille Lasten in den Kapitalanlagen realisiert.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Hannover Rück mit einem Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Mrd. Euro, sofern die Großschadenbelastung den Erwartungswert von 2,3 Mrd. Euro nicht wesentlich übersteigt und es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt.
Die Hannover Rück ist einer der weltweit führenden Rückversicherer und zählt rund 4.000 Mitarbeitende weltweit.
