Silke Richter gratulierte Allan Abdulla und Nicolas Schweinert zur Validierung. Foto: Sabrinas Kleinertz
Validierung: Aus Mitarbeitenden Fachkräfte machen
17. März 2026Das Transportunternehmen Schweinert aus Ronnenberg wächst. Derzeit sind dort rund 50 Mitarbeitende in kaufmännischen, aber vor allem in handwerklichen Bereichen tätig, doch wenn es nach Geschäftsführer Nicolas Schweinert geht, könnten es gerne auch mehr sein. Durch eine Validierung unterstützte er nun einen seiner Mitarbeiter auf dem Weg hin zu einer offiziellen Bestätigung dessen fachlicher Kenntnisse und gewann somit gleichzeitig eine Fachkraft, die die innerbetrieblichen Abläufe bereits kennt. Das Welcome & Business Center IHK (WBC) hat den Prozess eng begleitet.
Feststeller loben fachliche Kompetenz und Zeitmanagement
Für die erfolgreiche Validierung, also die praktische Feststellung der fachlichen Fähigkeiten, waren auch engagierte Feststeller von Nöten. Dabei handelt es sich um berufene Prüfer aus dem Prüfungsausschuss des entsprechenden Referenzberufs. Insgesamt fünf Kfz-Mechatroniker stellten sich ehrenamtlich zur Verfügung, um Alan Abdulla durch seine Feststellung zu begleiten. „Für uns war so eine Validierung etwas ganz Neues, aber es war gleichzeitig auch sehr interessant”, berichtet Uwe Gerland. Er prüft seit 30 Jahren und ist auch bei der offiziellen Dokumentenübergabe noch beeindruckt von Abdulla. „Er hat da eine Leistung hingelegt, die weit über dem Durchschnitt war". Fachlich kompetent und innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens hätte der gebürtige Syrer sowohl Gerland als auch seine vier Kollegen somit von Anfang an überzeugt.

Validierung als Teil der gesellschaftlichen Integration
Auch das WBC freut sich, das Unternehmen Schweinert und seinen Mitarbeiter Alan Abdulla von Anfang an auf dem Weg unterstützt und bis zur erfolgreichen Validierung begleitet haben zu können. „Die Validierung von Herrn Abdullah stellt eine Win-Win-Situation für Mensch und Unternehmen dar: Herr Abdullah kann seine berufliche Expertise sichtbar machen, das Unternehmen kann eine dringend benötigte Fachkraft langfristig binden", sagt Silke Richter, Abteilungsleiterin für berufliche Bildung und Fachkräfte, dem das WBC angehört.
Richters Einschätzung nach beschränken sich die Vorteile der Validierung nicht allein auf den Aspekt der Berufstätigkeit: „Das Thema Beruflichkeit prägt unsere Gesellschaft”, meint sie. Wo und wie man arbeite, unterstütze die Integration insgesamt. Daher sei ein offizieller beruflicher Abschluss, wie ihn eine erfolgreiche Validierung biete, auch für die persönliche Entwicklung und Integration ein wichtiger Faktor."

Große Chance für Unternehmen
Das bestätigen auch Annika Thuns und Ievgeniia Tarasova. Die beiden WBC-Mitarbeiterinnen haben sich auf die Validierung spezialisiert und sind Ansprechpartnerinnen für interessierte Unternehmen und Mitarbeitende. „Dass sich immer mehr Unternehmen für eine Validierung ihrer Mitarbeitenden interessieren, ist ein positives Zeichen“, sagt Thuns, denn: „Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin ein Thema für die hiesige Wirtschaft.“
Da sei es umso effizienter, der eigenen Belegschaft berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, anstatt viel Geld und Zeit in externe Recruitingprozesse zu investieren. Thuns Kollegin Tarasova ergänzt abschließend: „Es ist eine große Chance, den eigenen Mitarbeitenden die Möglichkeit auf eine offizielle Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen zu bieten und sie somit auch langfristig und zufrieden an das eigene Unternehmen zu binden.“
Mehr Informationen und direkter Kontakt
Wenn Sie mehr über die Voraussetzungen und den Prozess der Validierung erfahren wollen, lesen Sie hier weiter. Den direkten Kontakt zu Annika Thuns und Ievgeniia Tarasova aus dem WBC-Team, die zu Validierungen beraten, finden Sie hier.

Zur Validierung gratulierten Alan Abdulla (Foto: Mitte) dann (von links nach rechts): Ievgeniia Tarasova, Silke Richter, Feststeller Torsten Zucknik, Feststeller Heiko Bieder, Feststeller Uwe Gerland, Nicolas Schweinert, Annika Thuns, Feststeller Andreas Mischel und Arne Hirschner von der IHK Hannover. Auf dem Bild fehlt Feststeller Claas Duffens.


