Abstrakt Darstellung von Wasserstoffmolekülen. Foto: stock.adobe.com / Andreas Prott

Studie: Wasserstoff-Szenario für Niedersachsen

05. Februar 2026 | von Georg Thomas

Trotz guter Voraussetzungen kommt die Wasserstoffwirtschaft im Land nur zögerlich in Gang. Eine im September 2025 veröffentlichte Studie des niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks empfiehlt dranzubleiben.

 

Die Infrastruktur muss weiterhin massiv ausgebaut, Absatzmärkte für Wasserstoff geschaffen und verlässliche und bezahlbare Importpläne erstellt werden. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer Studie, die das Niedersächsische Wasserstoff-Netzwerk zusammen mit dem DGB Ende September vergangenen Jahres vorgestellt hat. „Nur mit Wasserstoff kann Niedersachsen Industriestandort bleiben“, so fasste der "Rundblick" die Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung damals zusammen. In zwei Szenarien hat die Studie untersucht, wie sich Niedersachsen mit dem Festhalten am Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft entwickelt und gegenübergestellt, wie es ohne Wasserstoff aussehen würde. Im Wasserstoffszenario könnte die Wertschöpfung bis zum Jahr 2040, kumuliert um fast 200 Mrd. Euro, gesteigert und sogar bis zu 60 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit seinen Häfen, viel Windenergie an den Küsten und umfangreichen Speicherkapazitäten in Salzkavernen verfüge Niedersachsen über ausgezeichnete Voraussetzungen. Aber auch die Autorinnen und Autoren der Studie „Die Grüne Wasserstofftransformation in Niedersachsen“ räumen ein: „Für die Realisierung des Wasserstoff-Szenarios und für die Überwindung der betriebswirtschaftlichen Herausforderungen in den Unternehmen in der Adaption der Wasserstoff-Technologie braucht es allerdings umfangreiche Gelingensbedingungen.“ So müsse Wasserstoff auch günstiger und die zeitliche Koordination verbessert werden.

Studie: “Die grüne Wasserstoff-Transformation in Niedersachsen” 2025

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