Noah Möhring Foto: privat
Köpfe: Der Fragebogen mit Noah Möhring aus Hannover
01. April 2026 | von Georg ThomasNoah Möhring gründete mit 16 Jahren mit Levi Brubacher die Modemarke 21Grams. Zudem hat er im März „Under25 Founders“ in Hannover gestartet, ein Netzwerk für unter 25-jährige Selbstständige. Wir haben dem 17-jährigen Mitgründer des Modelabels 21Grams aus Hannover unseren Fragebogen geschickt.
Ich bin… Designer und Mitgründer des nachhaltigen Modelabels 21Grams (gr21ms.de) mit dem Ziel, die Modebranche positiv zu verändern: hochwertige Qualität, umweltbewusst produziert und zu Preisen, die sich auch junge Menschen leisten können.
Als Chef… setze ich darauf, dass Arbeit Spaß macht, auch bei den weniger spannenden Aufgaben. Ich kontrolliere nicht, ob jemand gerade online ist, sondern orientiere mich an den Ergebnissen. So möchte ich ein Umfeld schaffen, in dem man gern arbeitet und sich ernst genommen fühlt.
Als Fan... von allem Kreativen liebe ich es, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, sie nicht einzuschränken, sondern auch beim Wachsein zu träumen. Schon im Kindergartenalter wird unsere Kreativität oft durch Aufgaben und Vorgaben begrenzt. Häufig hört man den Satz: „Ich kann das nicht“, obwohl die Person es noch nie ausprobiert hat.
Als Politiker... würde ich mich genau für solche Themen einsetzen. Kinder sollten die Freiheit haben, sich auszutoben und eigene Ideen zu entwickeln. Ich würde mich dafür einsetzen, Noten in kreativen Fächern abzuschaffen und Kinder einfach machen zu lassen. Außerdem würde ich Programme schaffen, in denen sie lernen, sich selbst zu entfalten, zum Beispiel durch eigene Schülerfirmen im Wirtschaftsunterricht, die wirklich funktionieren und greifbare Werte erzeugen.
Als Kind... wollte ich immer die Welt verändern. Den Wunsch habe ich auch heute noch, auch wenn man denkt, man könne allein doch nichts bewirken. Aber um es mit Gandhis Worten zu sagen: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
Zuletzt... wünsche ich mir, dass wir lernen, nicht aufzuhören, miteinander zu reden, sondern bei Meinungsverschiedenheiten in den offenen Diskurs zu gehen. Dass wir, wenn wir gemeinsam für eine Sache kämpfen, uns nicht in Kleinigkeiten verlieren, sondern immer das große Ganze im Blick behalten.
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