analogicus electricity Strommasten bei Sonnenuntergang auf einer Wiese Pixabay/Analogicus

Netzengpässe: IHKN startet Meldeportal für Unternehmen

27. August 2026 | von Barbara Dörmer

Ausreichend leistungsfähige Stromanschlüsse werden mehr und mehr zu einem entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen in Niedersachsen. Geplante Ansiedlungen, Erweiterungen oder die Umstellung von Produktionsprozessen auf Strom scheitern an fehlenden Netzkapazitäten oder verzögern sich erheblich. Die Netzbetreiber beklagen ungünstige Rahmenbedingungen, wenn sie Kapazitäten erweitern wollen. Das sagt die IHK Niedersachsen (IHKN) und hat zur Bestandsaufnahme jetzt ein Meldeportal eingerichtet. Es richtet sich an Unternehmen, bei denen geplant Vorhaben fehlende Netzanschlüssen, unzureichenden Kapazitäten oder zu langen Bearbeitungszeiten tatsächlich oder möglicherweise zum Opfer fallen. 

„Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass das Problem zunimmt. Uns fehlen jedoch bislang flächendeckende und systematisch erfasste Rückmeldungen aus der Wirtschaft“, berichtet Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen. „Mit dem IHKN-Meldeportal Netzengpässe wollen wir diese Lücke schließen und den Handlungsbedarf erfassen und belegen.“ 

Mit den Daten und Fallbeispielen sollen politischen Entscheidungsträgern und Behörden die Dringlichkeit des Netzausbaus und verbesserter Rahmenbedingungen vor Augen geführt werden. Die eingehenden Informationen werden vertraulich behandelt und fließen in aggregierter Form in die weitere Auswertung ein.

Zum Portal der IHK Niedersachsen (IHKN)