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Ad-hoc-Umfrage: Firmen spüren Nahost-Konflikt
21. April 2026Vier von fünf niedersächsischen Unternehmen spüren bereits jetzt die Folgen der Krise im Nahen Osten: Befragt von den Industrie- und Handelskammern, erklärten 82 Prozent, dass sich der Konflikt in der Region ihrem Geschäft schadet. Hauptursachen sind gestiegene Transport- und Frachtkosten bei 76 Prozent der betroffenen Unternehmen sowie höhere Energiepreise (73 %). Auch steigende Rohstoff- und Materialkosten machen Niedersachsens Wirtschaft zu schaffen (60 %). An der Umfrage teilgenommen haben gut 560 niedersächsischen Unternehmen.
Noch sind Rohstoffe und Vorprodukte nicht flächendeckend knapp. Fast 90 Prozent der Unternehmen haben hier noch keine Probleme. In der Industrie allerdings sieht das bereits etwas anders aus: Hier spüren 18 Prozent der Unternehmen aktuell eine Verknappung. Das betreffe wichtige Vorprodukte, von chemischen Rohstoffen über Metalle bis hin zu Elektronik und Halbleitern, so Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen (IHKN). Sie warnt: „Was wir im Moment sehen, ist erst der Anfang.“ Über die nächsten Monate müsse man damit rechnen, dass es bei vielen weiteren Produkten zusätzlich erhebliche Lieferschwierigkeiten geben werde.
Überwiegend reagieren Niedersachsens Unternehmen auf die Situation, indem sie Preise erhöhen. Das gilt für rund 53 Prozent der befragten Firmen. Bei einem Drittel verzögern sich Projekte oder Investitionen. (pm)
Die Ergebnisse im Einzelnen finden Sie auf der IHKN-Website.
