Porträt von Jürgen Wache, BraWo, im Anzug Jürgen Wache. Foto: Volksbank BRAWO

Überraschend: Wache wird Volksbank-Chef in Wolfsburg

13. August 2026

Jürgen Wache, gerade erst als Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Volksbank vermeintlich in den Ruhestand gewechselt, ist designierter neuer Vorstandschef der Volksbank BRAWO eG in Wolfsburg. Nach einstimmiger Entscheidung des Aufsichtsrats wird Wache zum 15. August zunächst Generalbevollmächtigter und soll nach Erfüllung der formalen Voraussetzungen an die Spitze des Vorstands treten. Notwendig ist eine Satzungsänderung bei der Altergrenze, damit der 66-Jährige berufen werden kann. Die Vertreterversammlung findet am 22. September statt. Dr. Lars Berkefeld wird sein bisheriges Mandat als Interims-Vorstandssprecher abgeben, bleibt der Bank aber als Vorstandsmitglied erhalten. 

Der gebürtige Northeimer Wache hat seine gesamte Karriere in der Region Hannover verbracht, zunächst in Garben. Er verfügt über ein umfassendes Netzwerk in der niedersächsischen Wirtschaft und darüber hinaus. 

Detlef Bade, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank BRAWO, sieht die Entscheidung für Wache als starkes Mandat und Votum für die Neuausrichtung des Instituts. Die mit einer Bilanzsumme von rund 6,6 Mrd. Euro zweitgrößte niedersächsische Genossenschaftsbank nach der Hannoverschen Volksbank war zuletzt wegen ihrer Geschäftspolitik bundesweit in die Medien gekommen. „Wir werden uns wieder deutlich stärker als bislang auf das Kernbankgeschäft fokussieren“, so Jürgen Wache. „Die Bank wird im Beteiligungsportfolio, im Real Estate-Segment und im Bereich Green Energy deutlich Komplexität reduzieren.“ Als eine der wichtigsten Aufgaben will er das Vertrauen der Kunden und Kundinnen in die Bank, aber auch der regionalen Wirtschaft sowie der kommunalen Seite zurückgewinnen. Wenig überraschend liegt er damit auf der Linie, die auch Aufsichtsratschef Bade im Blick hat: „Unser klarer strategischer Fokus für die Zukunft der Volksbank BRAWO ist mit dem neuen Vorstandsteam klar: mehr Bank, mehr Region und weniger Komplexität.“