kellepics Fantasy-Szene mit riesigem Raumschiff ber futuristischer Stadt bei Sonnenuntergang Fotomontage: Pixabay/Kellepics

Streiflicht, Freitags-Kolumne: Gibberlink

14. August 2026 | von Klaus Pohlmann

Kennen Sie Gibberlink? Damit unterhalten sich KI-Chatbots, ein Kommunikationsprotokoll, würden Techies sagen. Es gibt Youtube-Videos, die zeigen, wie künstliche-intelligente Dienstprogramme in diesen Slang verfallen, sobald sie sich gegenseitig als KI erkennen. Ist nicht ganz neu und auch keine Geheimsprache: Schließlich haben Menschen Gibberlink und andere Protokolle entwickelt. Wir können also noch verstehen, was die untereinander sprechen. 

Noch. Denn der Gesellschaftsphilosoph Yoel Harari hat im Spiegel-Interview in der Titelgeschichte dieser Woche mal kurz die Frage angerissen, was ist, wenn KI selbstständig eine Sprache entwickelt, die wir nicht mehr verstehen. Aber lassen wir das. Ist Wochenende.

Gibberlink hört sich übrigens an wie eine Mischung aus Fax-Einwahlton und R2D2. Der Roboter aus Starwars. Überhaupt hat man gerade den Eindruck, als würde man von Science Fiction eingeholt. Laser zur Drohnenbekämpfung? Geht gerade in Hannover in die Serienproduktion. Und ist nicht die einzige Entwicklung in diesem Bereich. KI-Beziehungen? Eindrücklich beschrieben in Blade Runner 2049, der Fortsetzung des Filmklassikers von 1979. Nun gut, damit die künstlichen Menschen so sind wie von Regisseur Ridley Scott damals gezeigt, dauert es noch was. Der hat sich übrigens auf Philip K. Dick gestützt, den Science-Fiction-Autor, der immer wieder die Frage aufwirft: Was macht den Menschen eigentlich aus?

Und dann ist da noch der Wüstenplanet, Dune, der fast nebenbei mit der Künstlichen Intelligenz aufräumt: Die hat nämlich eine Revolution irgendwann weggefegt. Keine Computer mehr: Das ist dann erst recht Zukunftsmusik. Und irgendwie auch keine Lösung.

Oder?

(pm)