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IHK: KI-Erleichterungen für Maschinenbau begrüßt
08. Mai 2026Die IHK Hannover begrüßt die jüngsten Schritte auf EU-Ebene, um den Maschinenbau bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz zu entlasten. Ähnlich äußerte sich die IHK Niedersachsen als Zusammenschluss der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern. Die jetzt erreichten Verhandlungsergebnisse sehen vor, die Branche von den Vorgaben des AI Acts der Europäischen Union auszunehmen, wenn es bereits andere Vorgaben gibt, die beachtet werden müssen.
Das sei ein Schritt in die richtige Richtung: "Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Chancen der KI für Europa zu nutzen, kommt es jetzt darauf an, das Regelwerk so weiterzuentwickeln, dass Unternehmen KI nicht nur rechtssicher, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll einsetzen können", so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, Christian Grascha.
Auf der Hannover Messe 2026 sei der Handlungsbedarf bereits deutlich geworden: Erleichterungen für industrielle KI ganz oben auf der Wunschliste vieler Unternehmen und Verbände. Die Messe habe gezeigt, dass KI längst integraler Bestandteil industrieller Prozesse ist – vom Maschinenbau über die Logistik bis zur Medizintechnik. Im Maschinenbau sind nun erste spürbare Entlastungen möglich. In anderen Bereich müssen sie noch ermöglich werden. Zentrales Problem, so Grascha, sei die parallele Anwendung des AI Acts und bestehender sektoraler Regulierung.
Gerade Branchen wie Medizintechnik, Mobilität oder industrielle Automatisierung stehen vor komplexen und teils widersprüchlichen Anforderungen. Die IHK plädiert daher für eine stärkere Orientierung an realen Anwendungsfällen und für einheitliche, verständliche Vorgaben.
Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups bleibt der Umsetzungsaufwand eine große Herausforderung. Hohe Compliance-Kosten können Investitionen in KI ausbremsen, bevor Innovation überhaupt entsteht.
Grascha. „Europa kann ein führender Standort für industrielle KI sein – wenn Regulierung Innovation ermöglicht statt verhindert.“
