Schiller-Denkmal an der Georgstraße mit Relief im Hintergrund Hannovers Georgstraße: Schiller-Denkmal vorm Relief mit dem drachentötenden Georg. Foto: Pohlmann

Frequenz: Hannovers Georgstraße bleibt weit vorn

06. Januar 2026 | von Klaus Pohlmann

Die Georgstraße in Hannover platzierte sich auch 2025 weit vorne unter den deutschen Einkaufsmeilen und landete erneut auf Rang vier. 

 

Knapp 22,7 Millionen Menschen liefen im vergangenen Jahr über die Georgstraße, eine der beiden wichtigsten Innenstadtachsen der Landeshauptstadt. Das veröffentlichte jetzt die Datenplattform hystreet.com, die lasergestützt Passantenfrequenzen erfasst. Damit liegt die Zahl allerdings niedriger als im Jahr zuvor: 2024 lag der Wert bei rund 23,3 Millionen Passantinnen und Passenten.

Außer München noch Frankfurt vor Hannover

An den vor Hannover liegenden Innenstadtstraßen hat sich nichts geändert. Ganz vorne steht München, sowohl mit der Kaufinger Straße (29,0 Mio.) als auch mit der Neuhauser Straße (28,3 Mio.). Die Bayern-Hauptstadt stellt mit der Theatinerstraße (17,8 Mio.) zudem Rang sieben. Die drittplatzierte Frankfurter Zeil übrigens liegt mit etwa über 22,7 Millionen Passantinnen und Passanten fast gleichauf mit Hannover. 

Die weiteren Plätze unter den Top 10 gehen nach Köln (Schildergasse und Hohe Straße), Stuttgart (Königstraße), Berlin (Tauentzienstraße) und Dortmund (Westenhellweg). Neben der Verbraucherstimmung beeinflusst auch ganz maßgeblich das Wetter die Zahlen, die auch in anderen Städten unter dem - allerdings guten - Vorjahr lagen..

Winterlicher Blick auf die Georgstraße in Hannover mit Passanten und geschmückten Bäumen
Georgstraße: Der weihnachtliche Glanz ist verflogen, die Frequenz bleibt aber hoch. Foto: Pohlmann

Bei den Zahlen für Dezember zeigt sich in der Tendenz ein ähnliches Bild wie für das Gesamtjahr. Zwar landet Hannover im Weihnachtsgeschäft mit gut 2,1 Millionen Passantinnen und Passanten auf der Georgstraße nun auf Rang sieben. Aber die Reihenfolge bleibt im Wesentlichen gleich: Neu in die Spitzengruppe geschoben haben sich lediglich Wien mit der Kärntnerstraße und Köln. Sowohl für de Rhein-Metropole als auch für München werden sowohl die Neuhauser Straße als auch die Schildergasse, bei vor der Georgstraße, mit jeweils zwei Abschnitten erfasst. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Zeil in Frankfurt hatte Hannover aber zum Jahresende die Nase leicht vorn.

Weihnachtsmärkte lassen Frequenzen steigen

Trotz der Unzufriedenheit vieler Händlerinnen und Händler mit dem Weihnachtsgeschäft waren die Städte aus Sicht von Hystreet aber gut gefüllt, und das hat einen Grund: „Innenstadtlagen mit Weihnachtsmärkten verzeichnen an Adventssonntagen teilweise eine Steigerung der Besucherfrequenz von über 500 Prozent im Vergleich zu Sonntagen ohne Weihnachtsmarkt“, sagt Nico Schröder, Geschäftsführer der hystreet.com GmbH. Die Analyse basiert auf den letzten drei Adventssonntagen im Vergleich zu den Novembersonntagen ohne Weihnachtsmarkt und macht deutlich, welche Sogwirkung Weihnachtsmärkte auf Einkaufsstraßen und zentrale Lagen haben.

Für die hannoversche Karmarschstraße ermittelte Hystreet ein Plus von über 220 Prozent beim Vergleich der Mittelwerte der November-Sonntage (14.148, ohne den ersten Adventssonntag am 30. November) gegenüber den folgenden vier Sonntagen bis Weihnachten mit einem Mittelwert von über 45.500 Passantinnen und Passanten.