Gruppenfoto von sechs Personen bei einer Veranstaltung vor gelbem Hintergrund Sie standen beim Burger Dialog von McDonald' in Hannover auf der Bühne: Franchise-Nehmer David Ehmann, Maike Bielfeldt (IHK, Moderatorin Josina Kelz, Peter Karst (CD), Belit Onay (Grüne) und Axel von der Ohe (SPD). Foto: Georg Thomas

OB-Kandidaten diskutieren beim McDonald’s Burger Dialog in Hannover

03. September 2026 | von Georg Thomas

Wie die Stadt Hannover im Jahr 2040 aussehen soll, damit junge Menschen hier berufliche Perspektiven finden und langfristig gerne leben möchten – diese Fragen standen im Mittelpunkt des ersten hannoverschen McDonald’s Burger Dialogs, der am Mittwoch, 2. September, im McDonald’s Restaurant an der Georgstraße in Hannover stattfand. Rund 50 Gäste nutzten die Chance, um mit den Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt ins Gespräch zu kommen.

Auf dem Podium diskutierten die Oberbürgermeisterkandidaten Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Karst (CDU) und Axel von der Ohe (SPD) mit IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover und David Ehmann, McDonald’s Franchise-Nehmer aus Hannover.

Die Moderatorin Josina Kelz, Redakteurin der Neuen Presse, fragte die Politiker nach ihren Antworten auf die drängenden Fragen der jungen Generation. Alle drei Kandidaten versicherten beim Themenfeld Ausbildung und bezahlbares Wohnen diese Aufgaben im Blick zu haben und anzugehen.
IHK-Hauoptgeschäftsführerin Bielfeldt warb dafür Ausbildung und Studium noch stärker gleichzustellen und sie verwies auf die Vorteile einer abgeschlossenen Ausbildung gegenüber dem "Einfach Loasarbeiten", das aktuell manche junge Leute womöglich präferierten.

Politik, Wirtschaft und junge Menschen im direkten Austausch  
Bei einem Thema waren sich die Panelteilnehmer einig: junge Menschen brauchen Orientierung, realistische berufliche Perspektiven und Rahmenbedingungen, die ein eigenständiges Leben ermöglichen. Der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay betonte, dass berufliche Orientierung und wirtschaftliche Entlastung zusammengebracht werden müssten: „Wir schaffen mit der Nacht der Berufe im Hannover Congress Centrum eine Orientierungsplattform. Gleichzeitig müssen wir den Wirtschaftsstandort stärken und mit gut erreichbaren, bezahlbaren Azubiwohnungen bestehende Barrieren abbauen”. Peter Karst unterstützte den Ansatz einer verbindlichen Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen und verwies weiterführend auf fehlende Praktika: „Wir müssen die Schulen und das soziale Umfeld adressieren, damit junge Menschen die duale Ausbildung als echte Perspektive wahrnehmen und in dieser eine Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben sehen“. Axel von der Ohe entgegnete: „Der Ruf von Ausbildungen hat sich in den letzten Jahren bereits positiv entwickelt. Die Aufgabe unserer Stadt ist es jetzt, Räume und Angebote in Hannover zu gestalten, die sich die jungen Menschen leisten können“. Für ihn entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit Hannovers hingegen primär an den Lebensbedingungen vor Ort. 
Auch für Franchise-Nehmer David Ehmann ist es wichtig, als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber in der Region Hannover, jungen Menschen Chancen zu ermöglichen: “Es ist wichtig, dass die Stadt Rahmenbedingungen schafft, die es Unternehmen wie uns möglich macht, Menschen eine Perspektive für den sozialen Aufstieg zu geben.”

Begleitet wurde die Diskussion auf der Bühne durch Videoeinspieler von zuvor durchgeführten Straßenumfragen, in der junge Menschen sich eindeutig zu der Zukunft Hannovers positionierten: Sie bleiben nur dann in Hannover, wenn Chancen, Sicherheit, Bezahlbarkeit, Mobilität und Lebensqualität zusammenpassen. Neben den Einspielern brachten auch die Gäste vor Ort ihre Anliegen und Eindrücke in die Diskussion ein. Neben Auszubildenden und jungen Ehrenamtlichen konnten Markus Weiß, Pressesprecher McDonald’s Deutschland und Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft Hannover im Publikum begrüßt werden. Auch Ronja Nickel, Content Creatorin von hannover_wasgeht, brachte Fragen aus ihrer Community ein und fokussierte sich dabei auf den Blickwinkel der Gen Z.  

„Den Burger Dialog gibt es als Format schon auf nationaler Ebene. Heute befinden wir uns im Herzen von Hannover, wo das Leben pulsiert, sowohl positiv als auch negativ. McDonald‘s ist eine demokratische Restaurantkette, wo wir alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Region und Kultur, mit großem oder kleinem Geldbeutel begrüßen.”, ergänzt David Ehmann, McDonald’s Franchise-Nehmer in Hannover abschließend.