NW-Zeitreise: Qualm, Krieg, Wirtschaftslage

16. Januar 2026 | von Klaus Pohlmann

Die Wurzeln der Niedersächsischen Wirtschaft als IHK-Zeitschrift reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert: 1868 erschien erstmals das Hannoversche Wochenblatt für Handel und Gewerbe als Organ hannoverscher Handelskammern. Seither gibt es  fast ununterbrochen IHK-Zeitschriften in der Region, sowohl für Niedersachsen insgesamt als auch für die Regionen Hannover und zuvor Hildesheim und Göttingen. Hier lesen Sie, was unsere Vorgängerinnen und Vorgänger schrieben. Ausschnitte aus der NW, dem Wirtschaftsblatt Niedersachsen und noch früheren Handelskammer-Publikationen: Was damals im IHK-Magazin stand.

 

Vor 150 Jahren

 

Dem Vernehmen nach ist von Köngl. Polizei-Direction Hannover dem hiesigen Bezirksvereine deutscher Ingenieure die Frage zur Beurtheilung vorgelegt worden, ob es nicht an der Zeit sei, die erheblichen Rauchbelästigungen mancher Fabrikschornsteine dadurch mehr oder weniger zu beseitigen, daß man (wie seiner Zeit für die Stadt London verfügt wurde) das Verbrennen von nicht rauchendem Heizmateriale, also die alleinige Verwendung von Anthrazit oder Kokes zur Pflicht machte, sobald sich dies überhaupt ohne große Schädigung der betreffenden Fabrikbetriebe ausführen ließe.

Januar 1876: Hannoversches Wochenblatt für Handel und Gewerbe

 

Vor 100 Jahren

 

Es ist heute bitter nötig, daß berufene Vertreter der Wirtschaft in ihren Versammlungen, durch die Presse, in Eingaben, Kundgebungen und Denkschriften – auf jede nur mögliche Weise – der Regierung, den Parlamenten und der leider allzu großen Zahl von unwissenden und gleichgültigen Volksgenossen immer und immer wieder vor Augen halten, in welch schwerer Not die deutschen Wirtschaft in vielen ihrer Zweige sich befindet, daß der Grund wankt, auf dem wir alle stehen, und daß nur Einsicht und fester Wille uns wieder auf festen Boden bringen können!

Januar 1926: Wirtschaftsblatt Niedersachsen

 

Vor 75 Jahren

 

Sicherung des Friedens: Das Wirtschaftshoroskop für das Jahr 1951 ist mit einem Blick auf die Weltlage schnell aufzustellen: das verstärkte Welt-Wettrüsten wird den Völkern des Westens – unter ihnen auch Deutschland – erhöhte Anforderungen bringen. Es wird dabei nicht ohne Reglementierung und Lenkung, vor allem auf dem Gebiet der Rohstoffe und der Kredite, auszukommen sein. Die Beantwortung der vielerorts erhobenen Frage, ob damit auch das graue Gespenst der Rationierung und Zwangsbewirtschaftung wieder heraufbeschworen wird, hängt davon ab, wie weit die hier und dort aufflackernden kriegerischen Zusammenstöße örtlich begrenzt werden können.

Januar 1951: Niedersächsische Wirtschaft

 

Vor 50 Jahren

 

Wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, muß in die Zukunft blicken. Forschung und die Entwicklung neuer Technologien sind die Motoren des Fortschritts und treiben das Räderwerk der künftigen Arbeits- und Lebensbedingungen eines Landes. Welches Gewicht die Bundesrepublik einer vorausschauenden Forschungspolitik beimißt, zeigt eine Übersicht des Statistischen Amtes der EG. Danach haben sich die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung binnen fünf Jahren mehr als verdoppelt

Januar 1976: Niedersächsische Wirtschaft

 

Vor 25 Jahren

Juli 2000: Niedersächsische Wirtschaft

Drei Zahlen beherrschen die Welt der New Economy: 24 – 7 – 365. Marktpräsenz rund um die Uhr, jeden Tag der Woche, das ganze Jahr: Wer sich dem nicht stellt, kann sich ja mit Dreifelderwirtschaft beschäftigten.“ Oder, in Niedersachsen: „Mit Heidschnucken.“ Das sagte Erwin Staudt, Vorstandsvorsitzender von IBM Deutschland, beim Auftakt 2001 der IHK Hannover.

Januar 2001: Niedersächsische Wirtschaft