NW-Zeitreise: Schmuggel und Zivilschutz
10. Juli 2026 | von Klaus PohlmannDie Wurzeln der Niedersächsischen Wirtschaft als IHK-Zeitschrift reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert: 1868 erschien erstmals das Hannoversche Wochenblatt für Handel und Gewerbe als Organ hannoverscher Handelskammern. Seither gibt es fast ununterbrochen IHK-Zeitschriften in der Region, sowohl für Niedersachsen insgesamt als auch für die Regionen Hannover und zuvor Hildesheim und Göttingen. Hier lesen Sie, was unsere Vorgängerinnen und Vorgänger schrieben. Ausschnitte aus der NW, dem Wirtschaftsblatt Niedersachsen und noch früheren Handelskammer-Publikationen: Was damals im IHK-Magazin stand.

Vor 150 Jahren
DDie Geschäftsbücherfabrikation, schreibt die Handelskammer zu Stuttgart in ihrem Jahresbericht für 1875, scheint sich zu Stuttgart besonderer Gunst zu erfreuen, obwohl des Renommée der bekannten hannoverschen Fabriken hier den Weg erschwert. (Die Leistungsfähigkeit der hannoverschen gleichartigen Industrie düfte die die neuen, großartigen Einrichtungen der Fabrik von J.C. König u. Ebahrdt in deren stattlichem Neuba, Schloßwenderstr. 4, inzwischen noch sehr wesentlich gesteigert sein.) Ein Stuttgarter Etablissement, das Geschäftsbücher aller Sorten herstellt, hat (…) seinen Umsatz im Jahre 1875 gegen das Vorjahr verdoppelt …
Juli 1876: Hannoversches Wochenblatt für Handel und Gewerbe
Vor 100 Jahren
Die Wirtschaft ist der Auffassung, daß die Entwicklung des Außenhandels 1924 und 1925 nicht mehr so weitergehen kann und die deutsche Handelspolitik nach dem Kriege „bisher keine allzu großen Erfolge erzielt hat.“ Insbesondere wenden sich die Gewerbekreise gegen die Handelsvertragspolitik.
Juli 1926: Wirtschaftsblatt Niedersachsen

Vor 75 Jahren
Dem Bundesfinanzminister ist berichtet worden, daß Gewerbetreibende trotz wiederholter Mahnungen noch immer in großem Umfagen von Besatzungsangehörigen ausländische Waren, insbesondere Zigaretten, Kaffee und Tee als Gegenleistung für Warenlieferungen, ausgeführte Reparaturen, Zechen u.a. in Zahlung nehmen, ohne sie bei den deutschen Zollbehörden zur Verzollung und Versteuerung zu bringen. Hierdurch wird das deutsche Zoll- und Steueraufkommen erheblich beeinträchtigt. Der Bundesfinanzminister ist deshalb schon mehrfach bei den Besatzungsbehörden vorstellig geworden, damit diese Warenabgabe durch Besatzungsangehörige unterbunden wird.
Juli 1951: Niedersächsische Wirtschaft
Vor 50 Jahren
Niemand sollte die finanzielle Problematik des zivilen Bevölkerungsschutzes unterschätzen. Andererseits ist aber auch nicht zu übersehen, daß andere Länder wie z.B. die Schweiz, Norwegen, Schweden und nicht zuletzt Länder des Warschau Pakes diese Aufgabe der Vorsorge ernster genommen haben. Eine Schweizer Studie hat unmißverständlich klargemacht, daß mit Schutzraumbauten auch im Zeitalter der Nuklearwaffen die Überlebenschance um ein Vielfaches zu steigern ist. In jener erwähnten, inzwischen ad acta gelegten, im Auftrage des Bundesinnenministers herausgegebenen „Schutzbaufibel“ heiß es anleitend: „Von den vielen Gedanken, die man sich um die sinnvolle Planung des Lebens macht – sollte man nicht auf einige auf das Überleben verwenden?“ .
Juli 1976: Niedersächsische Wirtschaft
Vor 25 Jahren
Schlagen Sie ihn? Werfen Sie mit Gegenständen nach ihm? Oder treten Sie die Maus mit Füßen? Wie auch immer: Sie wären in großer Gesellschaft. Jeder vierte Computer wird regelmäßig misshandelt – das fand ein britischer PC-Hersteller heraus, mehr zufällig, den eigentlich ging es bei der Umfrage um andere Dinge.
Juli 2001: Niedersächsische Wirtschaft

