v.l.: Dr. Reinhard Spieler, Stefan Gronert (beide Sprengel Museum), Aurélie Alemany (enercity), Belit Onay (Oberbürgermeister Hannovers). Foto: Barbara Dörmer
Sprengel Museum beendet zweitbesucherstärkste Schau
19. Februar 2026 | von Barbara DörmerMit 220.363 Besucherinnen und Besuchern ist die vom hannoverschen Energiedienstleister enercity gesponserte Schau „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“ die zweitbesucherstärkste Ausstellung des Sprengel Museums.

Die Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love You for Infinity“, die sechs Monate lang im Sprengel Museum in Hannover zu sehen war, führte erstmals Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami an einem Ausstellungsort zusammen. Die Künstler sind laut Museumdirektor Dr. Reinhard Spieler die „drei derzeit populärsten der Welt.“ Das Museum hatte mit bis zu 200.000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet. Diese Messlatte wurde mit 220.363 sogar übertroffen. Allein am 14. Februar, dem letzten Tag, sind noch 7410 Menschen gekommen – Tagesrekord!
Rund 30 Prozent der Besucherinnen und Besucher waren erstmals im Sprengel Museum Hannover, viele der Gäste sind mehr als 250 Kilometer angereist und haben in bzw. um Hannover übernachtet. Damit habe die Ausstellung nicht nur kulturelle, sondern auch messbare wirtschaftliche Wirkung, so Dr. Spieler. Übernachtungen in Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und touristische Angebote profitierten spürbar. Eine Besucherbefragung konstatiert eine Zufriedenheitsquote der Besucherinnen und Besucher von 97 Prozent. Besonders der japanische Künstler Takashi Murakami hat viele junge Menschen angesprochen. In einem Ausstellungsraum hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Liebesbriefe zu schreiben. 54.000 dieser Briefe wurden versendet, viele weitere im Museum aufgehängt.
„Für enercity war ´Love You for Infinity´ein zentrales Element unseres 200-jährigen Unternehmensjubiläums. Wir wollten der Stadt und den Menschen in Hannover etwas schenken – und wir sind stolz auf die Strahlkraft und die positive Resonanz, die wir gemeinsam mit dem Sprengel Museum erreicht haben. Die Ausstellung war ein Glücksfall für Hannover und zeigt eindrucksvoll, dass kulturelle Förderung wirkungsvoll, effizient und nachhaltig gestaltet werden kann. Kunst und Energie passen gut zusammen und haben eine gemeinsame Wurzel: Beide bewegen Menschen und eröffnen neue Perspektiven. Zudem sind sie entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft”, sagte Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende von enercity. Das Unternehmen hatte die Ausstellung großzügig gesponsert. Sie selbst sei fünf Mal in der Ausstellung gewesen und immer wieder überrascht gewesen. Der Gewinn der Schau, der ursprünglich zwischen Museum und enercity hätte geteilt werden sollen, gehe jetzt „komplett an das Sprengel Museum“, so die Vorständin bei der Abschlusskonferenz zur großen Freude des Museumsdirektors. Lob gab es von Alemany auch für das gute Zusammenspiel zwischen den drei Partnern Museum, Stadt und Unternehmen. „Wir werden mit dem Sprengel Museum an weiteren Projekten arbeiten.”
