NW-Zeitreise: Sonne wärmt Industrie

15. September 2026 | von Klaus Pohlmann

Die Wurzeln der Niedersächsischen Wirtschaft als IHK-Zeitschrift reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert: 1868 erschien erstmals das Hannoversche Wochenblatt für Handel und Gewerbe als Organ hannoverscher Handelskammern. Seither gibt es  fast ununterbrochen IHK-Zeitschriften in der Region, sowohl für Niedersachsen insgesamt als auch für die Regionen Hannover und zuvor Hildesheim und Göttingen. Hier lesen Sie, was unsere Vorgängerinnen und Vorgänger schrieben. Ausschnitte aus der NW, dem Wirtschaftsblatt Niedersachsen und noch früheren Handelskammer-Publikationen: Was damals im IHK-Magazin stand.

 

Vor 150 Jahren

Über die Verwendung der Sonnenwärme in der Industrie enthält die Revue des deux mondes vom 1. Mai 1876 (…) einen interessanten Artikel, in dem zunächst auf den Gebrauch der Brennspiegel im Alterthum hingewiesen wird – mit ihnen entzündete man in Rom das heilige Feuer und Archimedes soll bekanntlich damit die feindlichen Schiffen von Syrakus in Brand gesteckt haben. Sodann werden die Versuche Basson’s, Saussure’s, des Astronomen John Herschel am Kap der Guten Hoffnung (1834 – 1838) auf diesem Gebiete, wie die bezüglichen Arbeiten des französischen Physikers Pouillet und des italienischen Forschers Melloni hervorgehoben. Namentlich die Arbeiten der beiden Letzteren sollen den Herrn Nouchot, damals Professor der Mathematik am Lyceum zu Mencon, im Jahre 1860 veranlaßt haben, die Frage der Verwendung der Sonnenwärme in der Industrei genauer zu studiren, desfallsige Versuche anzusstellen und Apparate zu konstruiren.… 

September 1876: Hannoversches Wochenblatt für Handel und Gewerbe

 

Vor 100 Jahren

Arbeitsbeschaffung: Vorschläge der Industrie- und Handelskammer Hannover. (…) Ferner wird die preußische Staatsregierung gebeten, durch ein besonderes „Preußisches Arbeitsbeschaffungsprogramm“ beschleunigt solche Aufgaben in Angriff zu nehmen, die die Erwerbslosigkeit in den einzelnen Teilen Preußens wirksam zu steuern geeignet sind. Neben den großen Aufgaben, die das Reich vor hat, gibt es überall im Lande mittlere und kleinere Projekte, die produktiv in nationalwirtschaftlichem Sinne sind, und – wenn Staat, Gemeinden und Wirtschaft individuell zusammenarbeiten – neue Arbeitsgelegenheiten an vielen einzelnen Stellen des Landes – ohne Umsiedlung der Erwerbslosen - bringen können. (…) In diesem Zusammenhang ist in erster Linie auf die Landeskulturanlagen hinzuweisen, die neben der augenblicklichen Arbeitsbeschaffung für Erwerbslose den Ertrag der Landwirtschaft dauernd erhöhen, wie z.B. die Oedlandkultivierung; ferner auf die Wiederherstellung des Landstraßennetzes, das – namentlich in der Provinz Hannover als einem Durchgangsgebiet zwischen Ost und West, Nord und Süd – dem wachsenden Verkehr nicht im geringsten mehr genügt. (…) Ganz besonders lenkt die Industrie- und Handelskammer die Aufmerksamkeit der preußischen Staatsregierung auf den Ausbau der Wasserkräfte des Harzes ….

September 1926: Wirtschaftsblatt Niedersachsen

 

Vor 75 Jahren

Ein von der Berliner Zentralbank herausgegebener Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung Westberlins bringt auch sehr bemerkenswerte Angaben über die fortschreitende Sowjetisierung der Wirtschaft in der Ostzone. Ende 1950 entfielen allein auf die sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) 26 %, auf die volkseigenen Betriebe 48 % der industriellen Produktion; die privaten Betriebe waren also nur noch mit 26 % an der Industrieproduktion der Ostzone beteiligt. Besonders groß ist der Anteil der SAG an der Großchemie (mehr als zwei Drittel) und bei Schwelkoks (über 70 %).

September 1951: Niedersächsische Wirtschaft

 

Vor 50 Jahren

Göttingen hat das Bahnrennen gemacht: Die DB hat nun offiziell die Terrassierungsabsichten der Neubaustrecke Hannover – Kassel durch den südniedersächsischen Raum vorgestellt. Wenn auch noch nicht auf allen Abschnitten eindeutige und abgeklärte Vorschläge vorliegen, so steht doch die wichtigste Entscheidung fest: Die Strecke führt über Göttingen und sieht dort einen Haltepunkt vor. 

September 1976: Niedersächsische Wirtschaft

 

Vor 25 Jahren

Seit dem 1. September können sich Kreditinstitute und Unternehmen mit Euro-Banknoten versorgen. Allerdings darf das neue Bargeld noch nicht in den Zahlungsverkehr gebracht werden.

September 2001: Niedersächsische Wirtschaft