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Angerufen bei … Lotta Karotta Bio-Lieferservice, Gleichen

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Katrin Schlick. Foto: Candy Szengel

14. Oktober 2022, 14.22 Uhr

Um das selbst erzeugte Gemüse aus ihrer Gärtnerei „Rote Rübe – Schwarzer Rettich“ zu vermarkten, haben Andreas Backfisch (50) und Katrin Schlick (49) 1999 die Lotta Karotta Bio-Lieferservice OHG – zunächst als Betriebsgemeinschaft mit anderen Biobauern/-gärtnern – gegründet. Seit 2010 ist das Unternehmen ein reiner Familienbetrieb und erzeugt immer noch einen Großteil des Gemüses in den Ökokisten, die online bestellt werden können, selbst. Die wöchentlich belieferten 1200 Kundinnen und Kunden kommen vorwiegend aus und um Göttingen, aber das Belieferungsgebiet reicht von Kassel bis in den Harz. Ein Netzwerk aus über 25 regionalen Erzeugern beliefert Lotta Karotta mit 100 Prozent Bio. Aktuell umfasst das Sortiment 2500 Produkte. Die Palette reicht von Obst und Gemüse über Nudeln, Tee, Milch oder Hafermilch bis hin zu Wein und Schokolade. Lotta Karotta ist Mitglied im Anbauverband Bioland und erfüllt die Richtlinien des Verbands Ökokiste e.V. Das Unternehmen gibt sein Wissen gern weiter und hat regelmäßig Schüler-, Studenten- und Fachgruppen auf dem Hof und in der Halle.

Wobei stören wir gerade?
Ich habe mit meiner Marketing-Mitarbeiterin unsere erste Online Weinprobe besprochen, die wir für Mitte November planen. Wir haben gerade die Weine von einem Bio-Weingut aus Rheinhessen bekommen. Jetzt müssen noch Fotos geschossen werden. Und wir überlegen, welche Speisen wir unseren Kunden dazu reichen und wie wir das vermarkten. Die Weinpakete gehen mit unseren normalen Lieferungen raus.

Was ist Ihr Kerngeschäft?
Angefangen hat alles damit, dass wir Gemüse aus unserer eigenen Bioland-Gärtnerei, die mein Mann mit seinem Team betreibt, an die Kundschaft in der Region ausgeliefert haben. Inzwischen ist es nicht mehr nur Gemüse, sondern 100 Prozent Bio-Lebensmittel aller Art mit Schwerpunkt Obst und Gemüse.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Uns liegt am Herzen, nachhaltig zu wirtschaften. Wir haben gerade den Prozess für die Gemeinwohlbilanzierung abgegeben – also so zu wirtschaften, dass es ökologisch und sozial, fair und nachhaltig ist – unabhängig davon, wo die Menschen für uns arbeiten. Dazu gehört auch, keinen Preisdruck bei den Lieferanten zu machen und dies den Kunden transparent zu machen.

Wieviele Mitarbeiter haben Sie?
45 Mitarbeitende im Lieferservice und 12 in der Gärtnerei.

Was verbindet Sie mit der IHK Hannover?
Tatsächlich bekommen wir relativ wenig von der IHK mit. Ich kenne das Heft, die „Niedersächsische Wirtschaft“, und da schaue ich auch immer mal rein. Und wir hatten mal Besuch von der Geschäftstellenleiterin der IHK aus Göttingen als wir vor ein paar Jahren mal eine größere Investition vorhatten. Durch die Ausbildung zum E-Commerce, die wir seit 2021 anbieten, hat sich der Kontakt zur IHK etwas verstärkt. Und ich habe kürzlich eine Coaching-Ausbildung mit IHK-Abschluss beim VNB in Hannover abgeschlossen.

Aufgezeichnet von Barbara Dörmer.