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Die Freitags-Kolumne: Krisenende

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Es wäre natürlich zu früh, irgendeine Art von Krisenende auszurufen. Wir sind mittendrin. Also machen wir uns zumindest Hoffnung: Jede schwere Zeit geht mal vorbei. Und lassen Bilder sprechen. Seid umschlungen, Billionen: Überliefert sind Tausende von Billionen-Mark-Gutscheinen der IHK Göttingen. Druckfrisch abgepackt 1923. Was bedeutet: Ausgeteilt wurden sie nicht. Die Währungsreform machte Nullen überflüssig und die Einsen umso wertvoller. Vor allem öffnete sich damit der Weg in die wenigen 1920er Jahre, die auch wirklich golden waren. Für viele zumindest. Und dann ist da ein Sparbuch der Wirtschaftskammer Niedersachsen, Geschäftsstelle Nienburg, eröffnet in den späten 1930er Jahren. Hier ist die Zeitenwende abgestempelt, unübersehbar und gleich drei Mal mit DM – zur Erinnerung: D-Mark. Noch eine Währungsreform, noch ein Aufbruch in flirrende Wirtschaftswunderjahre. Heute brauchen wir keine Währungsreform, sondern andere Lösungen. Aber was wir auch brauchen, ist die Hoffnung, dass das irgendwann, bald, gelingt. Und das wir damit die Krisen hinter uns lassen.  (pm)

 

 

 

Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.