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AgraForUm und Sieb & Meyer AG gewinnen Außenwirtschaftspreis 2022

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Der Außenwirtschaftspreis wurde am 2. Juni auf der Hannover Messe verliehen. Foto: Deutsche Messe AG

Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat am 2. Juni auf der Hannover Messe den Niedersächsischen Außenwirtschaftspreis 2022 verliehen. In diesem Jahr setzte sich das Unternehmen AgraForUm aus Walsrode in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegen starke Mitbewerber durch. In der Kategorie Großunternehmen überzeugte das Unternehmen Sieb & Meyer aus Lüneburg.

In der Kategorie KMU waren neben dem Gewinner auch die Unternehmen Keil Anlagebau und Bornemann Gewindetechnik (Delligsen) nominiert. Zu den Favoriten aus der Kategorie Großunternehmen gehörten außerdem die Aerzener Maschinenfabrik sowie VEMAG Maschinenbau.

Minister Althusmann sagte bei der Preisverleihung in Hannover: „Mit dem Außenwirtschaftspreis würdigen wir innovative Unternehmen, die langfristig auf internationalen Märkten und auch in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie erfolgreich sind. Die hervorragenden Ergebnisse der Bewerberinnen und Bewerber zeigen deutlich, dass niedersächsische Großunternehmen und KMU sich zunehmend auf schwierigen internationalen Märkten mit steigenden Handelshemmnissen und globalen Krisen erfolgreich durchsetzen. Daher möchte ich mich ausdrücklich bei allen Unternehmen für die Teilnahme bedanken und Ihnen meine Glückwünsche für ihre erfolgreichen Auslandsstrategien aussprechen.“

Die Jury um Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Berend Lindner hat sich in der Kategorie KMU für AgraForUm entschieden, weil das Unternehmen mit einer sehr hohen Exportquote weltweit natürliche Pflanzenextrakte vertreibt, die fast ausschließlich in Walsrode hergestellt werden. Durch gute Organisation und langjährige Verbindungen verzeichnete das Unternehmen während der Corona-Krise kaum Umsatzrückgang und schaffte es sogar, neue Märkte zu erschließen.

Die Entscheidung, den ersten Platz in der Kategorie Großunternehmen an Sieb & Meyer zu vergeben, traf die Jury, da das Unternehmen seine Produkte ausschließlich in Lüneburg fertigt und sich in seiner Nische international behaupten konnte. So hat das Unternehmen zur Betreuung der beiden wichtigsten Zielmärkte 100-prozentige Tochtergesellschaften in Taiwan und in China gegründet. Als Weltmarktführer für CNC Steuerungen für Leiterplatten-Bearbeitung zeigte das Unternehmen eine außerordentliche Fähigkeit, flexibel auf Marktverschiebungen zu reagieren, und steigerte trotz Corona in den letzten drei Jahren seinen Umsatz und baute neue Geschäftsbeziehungen auf.

Verleihung zum zwölften Mal
Der Niedersächsische Außenwirtschaftspreis wurde in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal verliehen. Bewerben können sich alle kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Großunternehmen aus Niedersachsen – die Auszeichnung wird auch in diesen zwei Kategorien vorgenommen. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen bereits erfolgreich im Exportgeschäft tätig sind. Die Auswahlkriterien sind unter anderem die Höhe des Exportanteils, die Anzahl unmittelbar vom Export abhängiger Arbeitsplätze in Niedersachsen, die Innovationsfähigkeit, die Nachhaltigkeit der Produkte und Vorgehensweise sowie die Exportstrategie in den jeweiligen Ländern. In diesem Jahr wurde auch ein Fokus auf die Unternehmensführung während der Corona-Pandemie gelegt.

Die Jury des Außenwirtschaftspreises besteht unter Vorsitz des Wirtschaftsstaatssekretärs Dr. Berend Lindner aus Vertretern der NBank, der Nord/LB, der IHK Hannover, den Unternehmerverbänden Niedersachsen, der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, der Deutschen Messe AG sowie dem AGA Norddeutscher Unternehmensverband.