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Die Freitags-Kolumne: Warp

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Wenn es doch so einfach wäre. In der Zukunft reicht ein Satz: Scotty, auf Warp-Geschwindigkeit gehen. Sagt Captain James T. Kirk auf der Brücke. Und Scotty machts, notfalls in drei Minuten. Dann bewegt sich die Enterprise mindestens mit Lichtgeschwindigkeit durch unendliche Weiten.

Wir schreiben das Jahr 2022. Lichtgeschwindigkeit: Das Wort benutzte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck jetzt und meint damit den Versuch, innerhalb kürzester Zeit Flüssiggas nach Deutschland zu holen. Ende des Jahres sollen die ersten beiden schwimmenden Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel sein, dann muss auch die nötige Infrastruktur geplant, genehmigt und gebaut sein. Ein Zeichen setzen, dass es in Deutschland auch schnell geht, sagte Habeck in Hannover.

Ja, das wäre es. Und nach den schwimmenden Terminals müssen die stationären auf dem Festland kommen, um von russischem Gast unabhängig zu werden.

Doch wir brauchen Tempo nicht nur dabei, sondern in allen möglichen Bereichen. Nur, um zum x-ten Mal ein Beispiel dafür zu buchstabieren: G – e – n – e – h – m – i – g – u – n – g – s – v – e – r – f – h – r – e – n.

Die Flüssiggas-Infrastruktur könnte zeigen, dass es eben doch geht. Wie wäre es also, wenn ein Mann oder eine Frau auf der Brücke mal in den Verwaltungsmaschinenraum rufen würde: Hey Leute, wir brauchen Warp-Geschwindigkeit. Schnell. (pm)

Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.