Start Unternehmen Aktuell Krieg in der Ukraine: Landhotel-Geschäftsführer organisieren Fahrten für Flüchtlinge

Krieg in der Ukraine: Landhotel-Geschäftsführer organisieren Fahrten für Flüchtlinge

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Henrik Schwarz (re.), Geschäftsführer des Landhotels Am Rothenberg aus Uslar fährt mit dem hoteleigenen Bus aktuell nicht Hotelgäste sondern Menschen aus der Ukraine. In der vergangenen Woche hat ihn Jens Ewers (li.) dabei unterstützt. Foto: privat

Was genau ihn in Moldawien erwartet, weiß Kevin Schwarz selbst noch nicht. Aber es ist für ihn genauso wie für seinen Bruder Henrik in dieser Situation selbstverständlich zu helfen. Seit gut einer Woche sind die Geschäftsführer des Uslarer Kongress- und Ferienhotels „Am Rothenberg“ in Osteuropa unterwegs, mit Hilfsgütern und vor allem Menschen aus der Ukraine. Nachdem Henrik zusammen mit einem Freund vergangene Woche zahlreiche Fahrten zwischen der ukrainisch-polnischen Grenze und Warschau – zwei Mal ging die Fahrt auch nach Berlin – durchgeführt hatte, zeichnete sich ab, dass mehr Unterstützung gebraucht wird. Über eine eigene Internetseite suchten sie nach weiteren Busfahrern und starteten spontan einen Spendenaufruf über die Facebookseite des Hotels. Gut 10000 Euro kamen dabei zusammen, sodass weitere Busse und Fahrer für die Einsätze gewonnen werden konnten. Neben dem hoteleigenen Bus, der sonst für Fahrten mit Gästen in der Umgebung eingesetzt wird, sind inzwischen unter anderem zwei angemietete Busse der Göttinger Fahrschule funny drive unterwegs. Und inzwischen verlagert sich die Hilfe ein wenig mehr in Richtung moldawisch-ukrainische Grenze.

„In Moldawien ist die Situation aktuell viel schwieriger als in Polen“, sagt Kevin Schwarz, der mit einem Bus deshalb dort Menschen aufnehmen möchte, die Ziele in Deutschland haben. Wo genau er hinfahren soll und wen er mitnimmt, weiß er selbst einen Tag vor der Ankunft nicht. Doch er erfahre es unterwegs von einem deutschsprachigen Ansprechpartner in Moldawien.

„Ich hoffe, dass bald schon die großen Hilfsorganisationen diese Aufgabe übernehmen können“, sagt Schwarz, der spätestens am Donnerstag wieder zurück im Solling sein muss, um dort ein Event mit Hotelgästen durchzuführen.

Über die Aktion des Hotels sind bislang noch keine Flüchtlinge in der Region angekommen, aber auch im Solling gebe es bereits Rückmeldungen, sodass Familien aufgenommen werden könnten. Zudem hat sich eine Initiative für Sachspenden gefunden, die die Hilfe in diesem Bereich koordiniert.

Für die Kosten der Busfahrten und notwendige Anschaffungen wurde ein Konto eingerichtet, das die Spenden sammelt und sachgerecht verwendet. Wenn Sie die Aktivitäten mit einer Spende unterstützen wollen, dann verwenden Sie diese Kontoverbindung: „Ukrainehilfe Rothenberg“,  IBAN DE25 2625 0001 0172 3125 71. Das Konto wird von dem Verein Bollertdörfer e.V. verwaltet. Spendenbescheinigungen können allerdings aus steuerlichen Gründen nicht ausgestellt werden.

Informationen zu der Hilfsaktion auf der Seite des Landhotels Am Rothenberg

 

Sie planen auch eine Hilfsaktion mit ihrem Unternehmen oder wissen von der großzügigen Unterstützung eines Unternehmens, dann geben Sie uns gern bescheid.

nw@hannover.ihk.de, Tel. 0511 3107–468