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Hilfsbereitschaft der Wirtschaft: Unternehmen aus dem Gebiet der IHK Hannover spenden für die Opfer der Unwetterkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz. Von der Kinderhilfe des Schuhproduzenten Lloyd in Sulingen kommen 10.000 Euro für Kindertagesstätten.

 

Die Kinderhilfe des Sulinger Schuhherstellers Lloyd spendet 10.000 Euro an die Aktion „Running for Kids“, die derzeit Geld für den Wiederaufbau von in den westdeutschen Hochwassergebieten sammelt. Die Spende geht zu gleichen Teilen an drei Kindertagesstätten in Stolberg, die vom Hochwasser komplett zerstört wurden. Neben dem Wiederaufbau müssen alle Spielzeuge sowie andere Gegenstände, die mit dem Wasser in Berührung gekommen

sind, neu beschafft werden. Hinter „Running for Kids“ steckt der Langstreckenläufer Peter Borsdorff (78), der in den vergangenen Jahren bereits mehr als 3 Mio. Euro für benachteiligte Kinder sammelte und nach der Flugkatastrophe Kindertagesstätten im betroffenen Gebiet unterstützen will. „Unsere Lloyd Kinderhilfe wurde gegründet, um Bildungsprojekte und die dafür erforderlichen Einrichtungen zu stärken“, so Andreas Schaller, Sprecher der Geschäftsführung. „Aktuell ist es sicher sehr sinnvoll, die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen zu unterstützen. Dazu tragen wir mit unserer Spende sehr gern bei.“

Die Mitarbeiter der goetel GmbH, Göttingen, haben spontan das Engagement des Fördervereins der Feuerwehr Wolfhagen unterstützt und rund 1250 Euro an Spenden gesammelt. Goetel verdoppelte den Betrag, und somit gehen insgesamt 2500 Euro an die Opfer der Flutkatastrophe und für den Wiederaufbau einer Hochwasserregion. Seit zwei Wochen beteiligt sich die Feuerwehr der nordhessischen Kleinstadt wie viele andere Feuerwehren der Region an der Aktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“. Die goetel-Gruppe wurde 1987 gegründet und ist ein Telekommunikationsdienstleister mit Standorten in Göttingen, Kassel und Reiskirchen. Neben Telefonie- und Internet-Produkten für Privat- und Geschäftskunden gilt der Fokus dem Breitbandausbau. Bereits 2012 startete das Unternehmen mit der Errichtung des ersten eigenen Glasfasernetzes in Göttingen.

Spendenübergabe: Jürgen Neumann, Geschäftsführer der goetel GmbH (l.). und Frank Brunst, der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Wolfhagen. Foto: www.goetel.de

Goetel hat sich insbesondere auf die Erschließung des ländlichen Raumes mit FTTH-Infrastruktur spezialisiert. In vielen eigenwirtschaftlichen und auch geförderten Projekten wurde in Gemeinden und Dörfer eine Gigabit-Versorgung ermöglicht. Die goetel GmbH ist Mitglied im Breko e.V. sowie beim IT- Innovationscluster Göttingen. Das Unternehmen arbeitet schon seit längerem mit den regionalen Feuerwehren zusammen und hat dabei einen Feuerwehrtarif ins eingerichtet.

 

Der Göttinger IT-Dienstleister Arineo unterstützt Menschen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro. Der Betrag wird auf Organisationen in Deutschland und Österreich aufgeteilt. Dabei gehen 15.000 Euro dem im Rheinland ansässigen Verein HelpDirect zu, der lokale Organisationen unterstützt. Weitere 5000 Euro werden an die österreichische Caritas zu Unterstützung eines Soforthilfeprogramm für vom Hochwasser Betroffene übergeben. Das Spendengeld stammt aus dem Programm „Mitarbeitende werben Mitarbeitende“, welches eigentlich der Belegschaft von Arineo zugutekommt. Kurzerhand haben sich die Beschäftigten dafür entschieden, dass Geld stattdessen für die Opfer der Flutkatastrophe zu spenden.

Notebooksbilliger.de (NBB) spendet für die von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Menschen. „Die Bilder aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten sind schockierend. Ein positives Signal ist allerdings die ungeheure Hilfsbereitschaft, die in den vergangenen Tagen sichtbar wurde“, sagt Oliver Hellmold, CEO von NBB. „Es ist klar, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten jede erdenkliche Hilfe benötigen. Und auch wir als NBB möchten dazu einen Beitrag leisten. Für jedes Notebook, das bis 31. Juli 2021 verkauft wird, spendet NBB 5 Euro an die „AktionDeutschland Hilft“. „Aktion Deutschland Hilft“ ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Hilfsorganisationen, der im Katastrophenfall die Hilfeleistungen der einzelnen Partner untereinander abstimmt. Weitere Infos finden Sie auf der Website der Organisation: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/ Ab dem 21. Juli haben die Kunden auch die Möglichkeit, bei den HP Summer Deals oder den Samsung Galaxy Days zu sparen und gleichzeitig Menschen in Not zu unterstützen.

Das Wohnkonzept, ein Onlineshop für Wohnmöbel Langenhagen, spendet 100 Futonbetten im Wert von fast 33.000 Euro für die Flutopfer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Betroffenen müssen lediglich ihre persönlichen Daten und ein Foto vom entstandenen Schaden in Wohnung oder Haus unter https://www.daswohnkonzept.com hochladen. „Wir helfen dann sofort und unbürokratisch“, erklärt der Leiter der Geschäftsstelle, Hannes Reitzig. Für Nachfragen ist das Unternehmen unter 0170/745 46 47 erreichbar.

Der Volkswagen-Konzern spendet eine Million Euro für die Sofort- und Nothilfe in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Das Geld geht an das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die Hilfe vor Ort mit rund 3500 Helferinnen und Helfern organisiert und durchführt. „Die extreme Wetterkatastrophe hat mitten in Deutschland zahlreiche Opfer gefordert. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und den vom Hochwasser betroffenen Menschen. In der gegenwärtigen Notlage wollen wir mit unserer Spende zu schneller und wirksamer Hilfe vor Ort beitragen“, so der VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess. Das Geld soll der Versorgung der notleidenden Menschen dienen und für die Verteilung von Hilfsgütern sowie für medizinische Nothilfe verwendet werden; außerdem werden Ausstattung und Versorgung der Helferinnen und Helfer finanziert.