Start Themen Im Fokus Zoo und Stadt Hannover planen Erlebniswelt Wald mit Baumwipfelpfad

    Zoo und Stadt Hannover planen Erlebniswelt Wald mit Baumwipfelpfad

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    Ideenskizze: Ein edukativer Rundweg in den Baumwipfeln. Grafik: Erlebnis-Zoo Hannover/Lisa Marie Lange
    Der Erlebnis-Zoo Hannover und die Landeshauptstadt planen in Hannovers Stadtwald Eilenriede eine „Erlebniswelt Wald“ mit Baumwipfelpfad. Anfang Mai wurde das Projekt vorgestellt.


    Hannover.
    Über die Wipfel der Bäume in der Eilenriede wandern, dem Wald im Wandel der Jahreszeiten auf Augenhöhe begegnen – das könnte mit der Erlebniswelt Wald mit Baumwipfelpfad in Hannover möglich werden. Eine erste Ideenskizze präsentierten Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff am 4. Mai vor der grünen Amazonien-Rotunde mit Blick auf die Eilenriede. „Auf dem Weg hoch auf den Baumwipfelpfad könnten alle Schichten des Waldes von der Wurzel bis zur Baumkrone interaktiv erlebt werden“, so Casdorff.

    Den Wunsch, den rund 640 Hektar großen, beeindruckenden Stadtwald näher erlebbar zu machen, hatte der Rat der Stadt schon lange. Im Juli vergangenen Jahres wurde beschlossen, gezielt nach Vorschlägen für mehr Naturerlebnis im Stadtwald zu suchen. Zoo-Geschäftsführer Casdorff wandte sich mit einer Idee an die Wirtschafts- und Umweltdezernentin: einem waldverträglichen Baumwipfelpfad in Kombination mit einem Walderlebnis-Zentrum und ökologischen Bildungsangeboten für alle Altersgruppen in und um die Rotunde der Amazonien-Ausstellung. In Theorie und Praxis könnten diverse Facetten und Funktionen des Waldes – Ökologie, Biologie, Nachhaltigkeit, Klima-Zusammenhänge und gesellschaftliche Bedeutung – erlebbar gemacht werden. Herzstück der Erlebniswelt Wald könnte das runde Ausstellungsgebäude sein, erweitert um „verästelte“ Plattformen.

    „Die Idee eines Baumwipfelpfades mit entsprechender Erlebniswelt am Zoo ist hervorragend. Damit könnte die vorhandene Rotunde optimal einbezogen und ein länger bestehender Wunsch der Ratspolitik nach einer solchen Einrichtung erfüllt werden“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette (…). Deshalb unterstützen wir die weiteren Planungen konstruktiv.“

    Das Projekt soll in verschiedenen Gremien besprochen werden. „Wenn die Idee dort und in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wird, sind wir gerne bereit, ein detailliertes Konzept auszugestalten und auch die Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Business-Plans zu klären“, so Casdorff. Die Kostenvolumen für das Projekt beziffert er mit rund 5 Mio. Euro. Ende des Jahres könnte ein belastbares Konzept zur Entscheidung vorgelegt werden.