Start Unternehmen Aktuell Trotz Corona: Symrise wächst auch 2020 profitabel

Trotz Corona: Symrise wächst auch 2020 profitabel

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Symrise-Zentrale in Holzminden. Foto: Symrise

Die Symrise AG hat ihren profitablen Wachstumskurs 2020 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen fortgesetzt. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz unter Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten um 3,3 Prozent auf 3.520 Mio. Euro.

Organisch stieg der Umsatz um 2,7 Prozent. Damit übertraf der Konzern das Marktwachstum deutlich, das für 2020 auf 1,0 Prozent geschätzt wird. Zugleich blieb Symrise jedoch hinter dem selbst gesteckten Umsatzziel zurück, da die Geschäftsentwicklung im Monat Dezember durch den kriminellen Cyber-Angriff beeinträchtigt war. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg 2020 um 5,8 Prozent auf 742 Mio. Euro. Die Profitabilität erreichte mit einer EBITDA-Marge von 21,1 Prozent ein hervorragendes Niveau und lag innerhalb der erwarteten Bandbreite. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor dem Hintergrund der guten Entwicklung für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividendenerhöhung auf 0,97 Euro vor.

Umsatzwachstum trotz Pandemie und Cyber-Angriff
Die Geschäftsentwicklung war 2020 auch bei Symrise durch die weltweite Corona-Pandemie geprägt, die zu verändertem Konsumentenverhalten und zu Nachfrageverschiebungen führte. Aufgrund des stark differenzierten Geschäftsmodells konnte Symrise den profitablen Wachstumskurs jedoch fortsetzen. Der Umsatz stieg unter Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten um 3,3 Prozent auf 3.520 Mio. Euro (2019: 3.408 Mio. Euro). Das organische Umsatzwachstum belief sich auf 2,7 Prozent. Damit wuchs der Konzern auch in dem pandemiebedingten Ausnahmejahr 2020 deutlich schneller als der relevante Markt für Duftstoffe und Aromen, der Schätzungen zufolge um 1,0 Prozent zulegte. Das zur Jahresmitte präzisierte Ziel einer organischen Umsatzsteigerung von 3 bis 4 Prozent wurde jedoch knapp verfehlt. Grund hierfür war der Cyber-Angriff im Dezember, der zeitweise zu erheblichen Einschränkungen der Geschäftsabläufe führte.

Ertragskraft gegenüber dem Vorjahreswert deutlich gesteigert
Symrise steigerte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) trotz umfangreicher Investitionen in weitere Wachstumsprojekte auf 742 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem normalisierten Vorjahreswert von 701 Mio. Euro (EBITDA(N)). Zu den größten Investitionsprojekten zählten die Erweiterung der Produktionskapazitäten für Menthol und kosmetische Inhaltsstoffe sowie die Modernisierung der Terpenproduktion im Geschäftsbereich Aroma Molecules in den USA. Darüber hinaus investierte Symrise in China und Kolumbien in neue Produktionsstandorte.

Auch die Profitabilität konnte Symrise im Geschäftsjahr 2020 steigern. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 21,1 Prozent und übertraf damit den Wert des Vorjahres (2019 EBITDA(N)-Marge: 20,6 Prozent). Damit gehörte Symrise abermals zu den profitabelsten Unternehmen der Branche. Der Jahresüberschuss stieg um 11 Mio. Euro auf 307 Mio. Euro (2019 normalisiert: 296 Mio. Euro).

Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr währungsbedingt von 41,3 Prozent auf 39,8 Prozent. Damit sieht sich Symrise sehr solide aufgestellt, um die zukünftige Geschäftsentwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Positiver Ausblick
Symrise blickt insgesamt mit Zuversicht auf das Geschäftsjahr 2021. So sind die Lieferrückstände durch den Cyber-Angriff inzwischen weitgehend behoben und die IT-Systeme wieder vollständig hergestellt. Symrise geht ferner davon aus, dass sich die weltweite Konjunktur mit steigenden Impfraten und der verbesserten Pandemiebekämpfung erholen wird. Das Unternehmen will daher wieder an die ursprüngliche Wachstumsdynamik anknüpfen und strebt für 2021 ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent an. Symrise würde damit erneut deutlich schneller wachsen als der relevante Markt, der um etwa 3 bis 4 Prozent zulegen soll. Hinsichtlich der Profitabilität strebt das Unternehmen trotz leicht steigender Rohstoffpreise eine EBITDA-Marge von rund 21 Prozent an.