Start Service Vermischtes Wirtschaft im Fernsehen: TV-Tipps im Februar

Wirtschaft im Fernsehen: TV-Tipps im Februar

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Vom Boom der Tiefkühlketten über rollende Bäcker, Metzger und Tierärzte bis hin zu Müttern im Stress und Dieselgate: die TV-Tipps für Februar.

Viele Sendungen sind nach dem Sendetermin noch abrufbar über die Mediatheken des ausstrahlenden oder eines anderes Senders.

Die Nordreportage: Der Boom der Tiefkühlgerichte
Nach ersten Schätzungen arbeitet nahezu jeder zweite Norddeutsche derzeit im Homeoffice. Statt in der Kantine essen viele während der Corona-Pandemie zuhause. Aber in der Mittagspause muss es schnell gehen. Deshalb steigt die Nachfrage nach Tiefkühlwaren und Fertigkost rasant. Viele Betriebe in Norddeutschland haben sich darauf eingestellt und zum Teil neue Ideen entwickelt. Beim Tiefkühllieferanten Eismann leeren sich die Regale im Großlager schnell. Ständig muss Nachschub eingelagert werden. An die Haustüren liefern derzeit auch Andre Wollin und Koch „Mr. Subry“ ihre Kochboxen in und um Bremen. Allerdings ist deren Angebot weniger fürs rasche Mittagessen geeignet. Ihr Angebot: Komplette Gerichte im Karton.
Montag, 8. Februar, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr

Zukunft der Mobilität: Was uns bewegen wird
In Zukunft wird unsere Mobilität sie anders aussehen müssen, nicht nur wegen Covid19. Welche Antworten haben Verkehrsplaner, Autofirmen wie BMW oder das junge Münchner Startup Sono Motors, Wissenschaftler wie Christoph Kremer vom Ars Electronica Center in Linz oder die Wirtschaftsökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Historiker wie Valentin Groebner, Fluggesellschaften, Künstler wie Erwin Wurm und nicht zuletzt Vertreter der jüngeren Generation aus den Reihen der „Students for Future“ auf die drängenden Fragen?
Dienstag, 9. Februar, tagesschau24, 22.15 Uhr

makro
Die weltweite Vernetzung der Wirtschaft prägt immer mehr den Alltag von Unternehmen, aber auch Konsumenten. „makro“ zeigt 30 Minuten spannende Wirtschaftsgeschichten. Wirtschaftliche Entwicklungen in Ländern oder Branchen stehen dabei ebenso auf der Themenliste wie Währungskrisen oder alternative Wirtschaftsformen.
Dienstag, 9. Februar, 3sat, 22.30 Uhr

Rollend übers Land: Mobile Bäcker, Metzger und Tierärzte
„Die Nordstory“ begleitet mobile Dienstleister und Dienstleisterinnen in Niedersachsen. Sie zeigt Menschen mit guten Ideen und viel Herzblut bei der Versorgung der Landbevölkerung. Die rollenden Verkaufswagen von Bäcker, Metzger und Supermärkten haben Tradition, wenn es um die Versorgung der Landbevölkerung geht. Doch eine mobile Tierarztpraxis? Auch die gibt es, zum Beispiel in der Nordheide.
Mittwoch, 10. Februar, NDR Fernsehen, 15.00 Uhr

Mütter im Stress
Immer im Hamsterrad, rund um die Uhr funktionieren – der Druck auf Familien war schon vor Corona enorm und nun sind viele an ihrer Belastungsgrenze. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Mütter mit Burn-Out, Schlafstörungen, Angstzuständen und chronischen Kopfschmerzen um 40 Prozent gestiegen, berichtet Anne Schilling vom Müttergenesungswerk. „Es hat sich einerseits viel verändert, weil das Frauenbild sich sehr weiterentwickelt hat, weil wir heute das Modell einer gleichberechtigten Frau haben.“ Gleichzeitig hätten sich aber die Rollenbilder nicht wirklich verändert, vor allen Dingen nicht das traditionelle Familienbild. Den Müttern werde oft die Zuständigkeit für Familie zugeschrieben. Marion ist IT-Leiterin. Im Homeoffice hat sie bis zu zehn Telefonkonferenzen täglich, die Hausarbeit bleibt überwiegend an ihr hängen. Marion fährt auf ihrem Lastenrad, dem Mama-Taxi, ihre Kinder täglich knapp 15 Kilometer kreuz und quer durch Frankfurt – im Lockdown ist sie oft an den Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Mittwoch, 10. Februar, WDR Fernsehen, 22.15 Uhr

Small is beautiful: Die Rückkehr zum menschlichen Maß
Wirtschaftskrise und Klimawandel erschüttern das Gefüge der Welt. Kommt nach dem Globalisierungs-Größenwahn die neue Bescheidenheit? Könnte sie nicht auch neue Perspektiven bieten? Fragen wie diese hat sich der Salzburger Leopold Kohr bereits vor 50 Jahren gestellt: „Dass Fortschritt nicht in Vergrößerung, sondern in der Verkleinerung liegt, jeder weiß das. Außer den Wirtschaftlern und den Politikern.“ Die Schulden- und Bankenkrise zeigt, wie gefährlich es ist, wenn Organisationen im Staat, der Wirtschaft oder der Natur zu groß geworden sind, um ein Scheitern zu erlauben.
„Too big to fail“ ist ein Schreckenswort in der gegenwärtigen Debatte, um Schulden, Risken und Finanzkollaps geworden. Vieles deutet darauf hin – und der Salzburger Nationalökonom, Jurist, Staatswissenschaftler und Philosoph Leopold Kohr hat es gewusst. 1983 hat er dafür den alternativen Nobelpreis erhalten.
Freitag, 12. Februar, 3sat, 12.00 Uhr

Global 3000: Das Globalisierungsmagazin der Deutschen Welle
Unsere Welt ist immer stärker miteinander verbunden und voneinander abhängig. Aber wie beeinflusst das tatsächlich unser Leben? Global 3000 gibt der Globalisierung ein Gesicht. Wir zeigen die Geschichten der Menschen, die jeden Tag die Folgen erleben.
Samstag, 13. Februar, ARD-alpha, 19.30 Uhr

Bäckermeister Schwabe In Schönberg
Es ist die letzte Handwerksbäckerei in Schönberg. Jede Nacht kneten Daniel Schwabe und sein Team frischen Teig für Brote und Brötchen und lassen ihn dann gehen. Anders als im Billig-Backshop, wo Ware nur aufgebacken wird. Um Mitternacht zieht Bäcker Schwabe die ersten knusprigen Brötchen aus dem Ofen. Verkauft werden sie frühmorgens im eigenen Laden und per Lieferwagen, die über Land fahren.
Mittwoch, 17. Februar, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr

Alles Wissen: Das Wissensmagazin
Elektroautos gelten als klimafreundlich, besonders wenn sie mit grünem Strom fahren. Die Bundesregierung setzt voll auf E-Mobilität. Doch Kritiker sagen, hier wird einfach nur ein veraltetes Verkehrskonzept verteidigt und der Tank durch eine Batterie ersetzt – mit klimapolitisch und ökologisch zweifelhaftem Nutzen. Denn ein großer Teil der CO2-Emissionen von E-Autos entsteht schon bei der Batterieproduktion, für die oft Kohlestrom verwendet wird. Sind manche E-Autos am Ende sogar schädlicher fürs Klima als Verbrenner?
Donnerstag, 18. Februar, hr-fernsehen, 20.15 Uhr

Ruhrpott: Revier im Umbruch
Bochum. Familie Güzel gehört zu den vielen Menschen, die im Ruhrgebiet von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind. Vor zwölf Jahren sind sie aus der Türkei gekommen, hofften hier auf eine wirtschaftlich bessere Zukunft. Doch in wirtschaftlich klammen Kommunen ist es nicht leicht, eine gute Arbeit zu finden oder Betreuung für die Kinder. Trotzdem wollen sie – wenn es irgendwie geht – in ihrer neuen Heimat bleiben.
Oberhausen. Apostolos Tsalastras gehört zu denen, die dauernd sparen müssen. Der Stadtkämmerer verwaltet einen Schuldenberg von fast zwei Milliarden Euro – und gibt Einblick in die Herausforderungen seines Arbeitsalltags.
Recklinghausen. Jürgen Jakubeit ist Bergmann mit Leib und Seele und versucht, die Geschichte des Ruhrgebiets lebendig zu halten. Er sagt: Es war ein Fehler, aus dem Bergbau auszusteigen. Duisburg. Kai Yu sieht eine ganz andere Zukunft fürs Ruhrgebiet. Ihr Auftrag: Für die Stadt soll sie möglichst viele chinesische Unternehmer nach Duisburg bringen – Auslandsinvestitionen in Logistik und Hightech als zweites Standbein für den Stahlstandort am Rhein.
Freitag, 19. Februar, ZDFinfo, 20.15 Uhr

#Dieselgate
Es ist der größte Skandal der deutschen Industriegeschichte: Über zehn Jahre lang haben deutsche Automobilkonzerne gezielt die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge manipuliert und Zulieferer, Verbraucher und Behörden weltweit belogen. Allein bei VW sind elf Milliarden Autos betroffen. 2015 kam alles ans Licht, aber die Aufklärung steht noch am Anfang.
Whistleblower Karsten vom Bruch kämpft um seinen Job und seinen Ruf. Er hatte bei Bosch schon Jahre vor dem Skandal auf Unstimmigkeiten hingewiesen – und wurde entlassen. Norbert Flother ist überzeugter VW-Fan und Mitglied der Golf7Freunde. Er streitet vor Gericht auf eine Entschädigung für seinen manipulierten Golf. Sein Verfahren wird vor dem Bundesgerichtshof verhandelt. Eine Entschuldigung von VW erwartet er schon lange nicht mehr. Andreas Tilp kämpft um Milliarden Euro. Er vertritt Anleger, die in VW investiert haben und nun Schadenersatz wollen.
Dienstag, 23. Februar, Arte, 20.15 Uhr

Trinkwasser: Innovative Ideen für ein knappes Gut
2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Knapp die Hälfte von Ihnen lebt in Afrika. In armen, abgelegenen Gegenden holen die Menschen ihr Wasser oft aus verseuchten Brunnen oder aus mit Fäkalien belasteten Flüssen. Die Folgen sind dramatisch: Jedes Jahr sterben rund 500.000 Menschen an Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus und Hepatitis. Gunnar Mergner und Emilie Langlade treffen in Marokko Forscher, deren Projekte Hoffnung machen: Zwei Wissenschaftlern der Universität Kenitra ist es gelungen, die Schule eines armen Viertels durch Weltraumtechnik mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Eine zweite, außergewöhnliche Methode ist die Idee des „Wolkenfischens“, das Marokkos Wüsten mit dem kostbaren Nass versorgen soll. Wasser aus der Luft gewinnen will auch das Münchner Projekt Aquahara: Die Wissenschaftler haben hierfür eine Salzlösung entwickelt, die Feuchtigkeit aus der Umgebung filtert.
Und Forscher aus Braunschweig haben eine Diamantelektrode entwickelt, die in Mosambik desinfizierendes Ozon für die Wasseraufbereitung erzeugt.
Donnerstag, 25. Februar, Arte, 16.55 Uhr

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.