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Die Freitags-Kolumne: An einem Tag wie diesem

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Ein Streiflicht, eine Glosse an einem Tag wie diesem? Worüber denn? Dass mehr als die Hälfte der Deutschen Weihnachten 2020 ohne Weihnachtsbaum plant? Ob das, wie aus der Umfrage hervorgehen soll, wirklich einen Trend fortsetzt, lässt sich dieses Jahr nun wirklich nicht sagen. Viele Menschen werden in zwei Wochen mehr vermissen als ein geschmücktes Tannengrün. Sie werden einander vermissen. Und noch so heller Kerzenschein wird es schwer haben, den Schatten einer Zahl zurückzudrängen: dreißigtausend. Fast so viele Corona-Infektionen wurden heute gezählt.

Nur: Den Schatten werden wir verdrängen müssen, wenn wir es auch durch die letzte Etappe dieser Pandemie schaffen wollen. Und wie? Nehmen wir Zuflucht, ein weiteres Mal, zum Science-Fiction-Philosophen Philip K. Dick und machen – mit Dank an den Herausgeber und Lektor Sascha Mamczak – eines seiner Zitate passend passend: Wie die Welt auch sei, es sind die Menschen, die ihr Wert verleihen, „was sie tun und zueinander sagen, was sie erschaffen – jeder einzelne von ihnen und auch alle gemeinsam -, der gleichzeitig Licht hereinlässt und die Dunkelheit fernhält.“ pm

Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.