Start Service Vermischtes Wirtschaft im Fernsehen: TV-Tipps im September

Wirtschaft im Fernsehen: TV-Tipps im September

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Schausteller in Not
Eigentlich würde Johannes Braun nach der Winterpause mit seiner Familie von Volksfest zu Volksfest ziehen. Aber in seinem Hof bei Nürnberg steht alles still: Autoscooter, traditionelles Kinderkarussell, Süßwarengeschäft. Um wenigstens einen kleinen Teil seines finanziellen Ausfalls zu kompensieren, verkauft er auf dem Grafenauer Stadtplatz an drei Tagen pro Woche gebrannte Mandeln und Zuckerwatte. Und nach langen Verhandlungen mit der Stadt darf er Ende Juni mitten in Nürnberg endlich auch sein Kinderkarussell aufbauen – ein kleiner Trost für eine verlorene Saison.
Montag, 7. September, Arte, 19.40 Uhr

Nordreportage: Die Bio-Mühle
Die Wassermühle im niedersächsischen Bohlsen läuft derzeit auf Hochtouren. Der Grund: die große Nachfrage nach Mehl in der Coronazeit. Langsam werden die Getreidevorräte aus der Region knapp. Es ist eine aufregende Zeit in dem Betrieb, der auf eine 750 Jahre alte Mühlentradition baut. Das Besondere: Seit über 40 Jahren setzen die Betreiber voll und ganz auf bio. Damals übernahm Ökopionier Volker Krause. Als er das Mühlenerbe antrat, stand das Unternehmen kurz vor dem Ruin. Der gelernte Müller und studierte Politikwissenschaftler stellte radikal auf Getreide aus ökologischem Anbau um. Und fing an zu backen. Ein Projekt mit Strahlkraft, auch für die Ökolandwirte in der Region, die verlässlich Absatz fanden, und für das 500-Seelen-Dorf Bohlsen, das jungen Familien wieder eine Perspektive bot. Heute beschäftigt das ökologische Mahl- und Backunternehmen etwa 260 Mitarbeiter.
Montag, 7. September, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr

Showdown in Griechenland
Zwischen 2015 und 2019 beobachtete Yorgos Avgeropoulos die Folgen der Staatsschuldenkrise auf die griechische Gesellschaft und begleitete nicht nur politische Persönlichkeiten wie den damaligen Premierminister Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis, sondern auch ein geflüchtetes Paar aus Syrien, einen schwulen Aktivisten und einen jungen Arzt. Darüber hinaus ist Avgeropoulos der einzige Filmemacher, der in der dramatischen ersten Hälfte des Jahres 2015 Zugang zu den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und ihren Kreditgebern hatte. Die Einblicke erlauben ihm, wichtige Puzzlestücke zu einem Gesamtbild dieser Zeit zusammenzufügen, die die politische Landschaft dramatisch geprägt haben.
Dienstag, 8. September, Arte, 22.45 Uhr

Dürre Zeiten: Der Kampf ums Wasser
Niedrigpegel in Stauseen, versiegende Grundwasserspeicher, verdorrte Ernten. Die Jahre 2018 und 2019 waren bei uns viel zu trocken. Ein drittes Dürrejahr in Folge hätte dramatische Folgen. Teile Deutschlands werden bereits jetzt als akut gefährdet eingestuft. Das Ringen um die Ressource Wasser hat vielerorts schon begonnen. Harald Lesch zeigt, wie es um unser Wasser steht und wie sich der Kampf ums „Blaue Gold“ vielleicht doch noch gewinnen lässt. Experten sind sich sicher, dass wir auch in Zukunft mit Dürrezeiten in Deutschland rechnen müssen.
Mittwoch, 9. September, ZDFinfo, 10.34 Uhr

Bülkau: Bäcker, Bestatter und Biobauer
Bülkau ist das längste Dorf im Norden, unscheinbar und doch außergewöhnlich. Mitten im Elbe-Weser-Dreieck erstreckt sich der Ort über 14 Kilometer an der Landesstraße 144. Heile Welt, auf den ersten Blick. Aber Post und Polizei gibt es schon lange nicht mehr und junge Leute ziehen weg. Doch das Dorf stemmt sich gegen die Entwicklung. Bei den „Zukunftstagen“ will sich der Ort von seiner besten Seite zeigen. Das letzte Geschäft in Bülkau führt Bäckermeister Norbert Buck. Das ganze Dorf hofft, dass er den Betrieb noch lange halten kann.
Sonntag, 13. September, NDR Fernsehen, 11.30 Uhr

Asphalt: Vom Steinbruch auf die Straße
Auf einer Kreuzung in Hannover muss 160 Grad heißer Asphalt verarbeitet werden. Für die Sanierung einer abgefahrenen Kreuzung hat das Team von Bauleiter Ulrich Hungenbach nur eine Nacht lang Zeit. Radweg, Bundesstraße oder Autobahn: 90 Prozent aller befestigen Straßen in Deutschland sind aus Asphalt. Das Asphaltmischwerk in Hamburg-Wilhelmsburg ist eines von 118 Werken in Norddeutschland. Hier werden verschiedene Gesteinssorten bei fast 300 Grad Celsius zu Asphalt vermischt. Eine Besonderheit darin ist das Recycling von Altasphalt.
Montag, 14. September, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr

Hamburg: Syrisch für Hamburger
Der Syrer Hanna Saliba ist ein erfolgreicher Unternehmer. 1971 kam er aus Latakia an der syrischen Mittelmeerküste nach Hamburg, ging zur Seemannsschule, fuhr zur See und eröffnete aber schon bald sein erstes Saliba-Restaurant. Aus einem wurden nach und nach viele erfolgreiche Restaurants. Eines hat er heute noch, die anderen hat er verkauft. Seit 2015 kamen und kommen immer wieder syrische Geflüchtete in sein Lokal, suchen Arbeit und Hilfe in der Fremde. Hanna Saliba hatte die Idee, einen kleinen Imbiss mit Niveau zu eröffnen, betrieben von den Geflüchteten, die er zuvor angelernt hatte. Zwei Imbissläden gibt es schon – im Eppendorfer Weg und am Großmarkt beim Mehr! Theater.
Mittwoch, 16. September, NDR Fernsehen, 14.15 Uhr

Die Schrotthändler aus der Heide
Ralf Owsianski aus Marxen ist Schrotthändler durch und durch. Fünf Mitarbeiter packen auf dem Platz mit an, und seine gesamte Familie ist im Unternehmen tätig.
Donnerstag, 17. September, NDR Fernsehen, 18.15 Uhr

KI: Wettlauf der Großmächte
Die Dokumentation geht der Frage nach, wie unsere Welt durch die neuen Technologien der künstlichen Intelligenz umgeformt und neu gestaltet wird. Deren Entwicklung wird verglichen mit anderen Umwälzungen in der Menschheitsgeschichte: mit der industriellen Revolution oder der Entdeckung der Elektrizität. Beide hatten entscheidende Auswirkungen auf die Geschichte der Menschheit. In kommerziellen Anwendungen kommt künstliche Intelligenz bereits heute weitflächig zur Anwendung. Ein Beispiel aus dem Alltag sind erste teilautonom fahrende Autos. Sind selbstfahrende LKW mit fahrerlosem Führerhaus bereits in wenigen Jahren Alltag?
Freitag, 18. September, ZDFinfo, 22.00 Uhr

Die dunkle Seite der Zeitarbeit
Mehr als eine Million Menschen arbeiten in Deutschland als Zeitarbeiter, in mehr als 52 000 Verleihbetrieben. In den meisten werde auch ordentlich gearbeitet, sagt Manuela Schwarz, die selbst Chefin eines Zeitarbeitsunternehmens und zudem im Bundesvorstand des Branchenverbandes IGZ tätig ist. Kritiker wie Professor Klaus Dörre von der Universität Jena sehen das anders: Nach seinen Untersuchungen ist jeder zehnte Betrieb auffällig. Zudem gibt es Kritik an den Kontrollen in den Verleihbetrieben. Zuständig dafür sind die Bundesagentur für Arbeit sowie der Zoll.
Freitag, 18. September, ZDFinfo, 0.15 Uhr

Xenius: Klimawandel
Der Klimawandel ist da und die Erde wird sich erwärmen – nur wie stark? Aktuellen Prognosen zufolge werden die selbst gesteckten Klimaziele in vielen Ländern verfehlt. Um doch noch die Wende zu schaffen, gingen ab 2019 weltweit Schüler und Studierende jeden Freitag unter dem Motto #FridaysForFuture auf die Straße.
Freitag, 25. September, Arte, 16.50 Uhr

 

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