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Gastronomie: Die Rechnung geht nicht auf

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Mit der Wiedereröffnung der Gastronomie in Niedersachsen am 11. Mai ist die Branche noch nicht gerettet. Die Ergebnisse einer Umfrage des Dehoga in Niedersachsen zeichnen ein düsteres Bild. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass ihre Erwartungen enttäuscht wurden.

 

Unter zweierlei Gesichtspunkten stand die Wiederöffnung der Gastronomie im Mai unter besonderer Beobachtung: Einerseits war die Frage, wie sich angesichts der Lockerungen insbesondere für die Restaurants die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 entwickelt, andererseits fragten sich bereits vor dem Termin viele, wie die Gastronomie mit den neuen Bedingungen zurechtkomme. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Niedersachsen hat dazu Mitte Mai knapp 900 Unternehmen befragt.


Die ersten Öffnungstage bewertete der Verband als „höchst ernüchternd“. Die Umsatzrückgänge seien deutlich schlimmer gewesen, als man erwartet habe.
Nur 70 Prozent der Befragten hatten ihre Gastronomie in der Woche ab dem 11. Mai wieder angefahren. Allerdings mussten 93 Prozent von ihnen am Ende der Woche feststellen, dass die erzielten Umsätze noch nicht für eine Wirtschaftlichkeit des Betriebes reichten.


Auch wenn die Erwartungen in Anbetracht der coronabedingten Betriebseinschränkungen nicht allzu hoch waren, wurden bei mehr als drei Viertel der Befragten (77 %) die Erwartungen enttäuscht.


Verglichen zum normalen Umsatz einer Maiwoche mussten 75 Prozent der Befragten feststellen, dass ihre Umsätze bei weniger als einem Viertel des normalen Umsatzes lagen. Nur 7 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Umsätze über 50 Prozent der Normalumsätze lagen. „Die Umsatzeinbußen sind dramatisch. Unter den aktuellen Voraussetzungen ist ein wirtschaftlicher Betrieb in der Gastronomie kaum vorstellbar“, stellte der Dehoga-Präsident Detlef Schröder fest.


Positive Ergebnisse lieferte die Umfrage allerdings auch: Die Gäste zeigten demnach großes Verständnis für die getroffenen Maßnahmen wie Mundschutz-Tragen, Abstandhalten und erhöhte betriebliche Hygienemaßnahmen, die die Betriebe umgesetzt haben.


Der Dehoga hoffe, dass die staatlichen Einschränkungen schnell gelockert werden können, um zu einer neuen Normalität zurückkehren zu können. Auch die Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krise seien nicht von der Hand zu weisen. Service mit Mundschutz bei Wahrung von größtmöglichem Abstand ließe sich nur schwer mit dem Anspruch des Gastgewerbes, nahe am Gast zu sein, vereinbaren. Dennoch, die Beschäftigen im Gastgewerbe zögen mit und böten den Gästen ein Maximum an Normalität, um von den coronabedingten Erschwernissen in Beruf und Privatem zu entspannen.

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Georg Thomas

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