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Holzminden: Über Grenzen hinweg

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Blick vom Rodeneckturm auf Höxter und die Weser. Im Hintergrund ist Holzminden zu erkennen. Foto: Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter
Blick vom Rodeneckturm auf Höxter und die Weser. Im Hintergrund ist Holzminden zu erkennen. Foto: Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter
Vor gut fünf Jahren keimte in Holzminden und Höxter die Erkenntnis auf, dass es Vorteile bietet, enger zusammenzuarbeiten. Über Landesgrenzen hinweg sind seitdem viele Netzwerke und Projekte entstanden, von denen die gesamte Region profitiert.

ZWISCHEN Holzminden und Höxter liegen nur neun Kilometer. Die beiden Städte liegen dicht beieinander, gleichzeitig aber am äußersten Rand ihrer Bundesländer. Schon vor gut fünf Jahren erkannte die Wirtschaft, dass diese Region nur durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit und das Erschließen von Synergien zukunftsfähig aufzustellen ist. Gemeinsam haben die beiden Kreise die Chance, durch Netzwerkarbeit und Wissenstransfer voneinander zu profi tieren. Dieser Netzwerkgedanke wird in der Region Holzminden-Höxter mehr und mehr gelebt, weil Unternehmen die enormen Vorteile erkennen und für sich nutzen. Auch der branchenübergreifende Charakter hat sich bei der Konzipierung der Projekte etabliert.

Aus einer Kooperation zwischen den beiden Wirtschaftsvereien Weserpulsar in Holzminden und der Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter entstand so etwa das Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter. Dieses Netzwerk konzentriert sich auf länderübergreifende Projekte mit dem Ziel der Fachkräftesicherung und Vorhaben zur Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Seit seiner Gründung im März 2017 hat das Innovationsnetzwerk bereits einige Erfolge verbuchen können. Neben den Fachkräfteprojekten wurde unter anderem ein IT-Netzwerk ins Leben gerufen und eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert, unter anderem zu den Themen Gründung und Nachfolge. Drei Netzwerke treffen sich mittlerweile regelmäßig, um sich auszutauschen und Herausforderungen im Verbund zu lösen, die für die Einzelunternehmen allein zu groß wären. Das Netzwerk der Personalverantwortlichen hat mit der „Superheldenausbildung“ eine Imagekampagne für die Ausbildung gestartet. Das Ziel: Sie soll Karrieremöglichkeiten zielgruppengerecht und transparent darstellen und zudem zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten direkt vor Ort mit einer klassischen Berufsausbildung möglich sind.

Im Rahmen des Qualifi zierungsnetzwerks Höxter-Holzminden können nun auch Qualifi zierungsbedarfe der Unternehmen ermittelt werden und vor Ort passgenaue Weiterbildungen durchgeführt werden. Auch die Attraktivitätssteigerung der Ausbildung spielt in dem Projekt eine wichtige Rolle. „Im Vordergrund steht für uns die Region von innen zu stärken und lokale Partner miteinzubeziehen. Aus diesem Grund führen wir zum Beispiel das Qualifi zierungsnetzwerk im Verbund mit der berufsbildenden Schule in Holzminden, dem Berufskolleg Kreis Höxter sowie den Volkshochschulen in Höxter und Holzminden durch. Insbesondere die berufsbildenden Schulen sind für die Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor, um die Fachkräfte von morgen zu sichern“, erklärt der stellvertretende Projektleiter des Innovationsnetzwerkes, Mark Becker.

„Weserübergreifend zu handeln und Projekte anzustoßen ist in unserer Region unerlässlich. Wir befinden uns in einem gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialraum. Die Menschen leben in Höxter und arbeiten in Holzminden. Sie gehen in Holzminden ins Kino und kaufen in Höxter ein oder eben andersherum. Die beiden Städte ergänzen sich“, betont auch Carl-Otto Künnecke, Holzmindener Unternehmer und IHK-Vollversammlungsmitglied. Als Projektleiter und Vorsitzender des Wirtschaftsvereins Weserpulsar liegt ihm die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Herzen.