Start Unternehmen Dicht Dran Zusammen Gutes tun: Crowdfunding-Plattform von der Volksbank

Zusammen Gutes tun: Crowdfunding-Plattform von der Volksbank

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Bild von der symbolischen Übergabe des Gelds an die THW Helfervereinigung Einbeck: Michael Pankalla (Regionalleiter Volksbank eG, v.l.n.r.), Andreas Wobst (Vorstandsmitglied Volksbank eG), Maximilian Peyers (Schriftführer THW), Dirk Rose (1. Vorsitzender), Maximilian Radtke (2. Vorsitzender und Projektinitiator), Karsten Uhde (Repräsentant Volksbank eG) und Denise Wehe (betreut das Crowdfunding bei der Volksbank eG). Foto: THW Einbeck
Bild von der symbolischen Übergabe des Gelds an die THW Helfervereinigung Einbeck: Michael Pankalla (Regionalleiter Volksbank eG, v.l.n.r.), Andreas Wobst (Vorstandsmitglied Volksbank eG), Maximilian Peyers (Schriftführer THW), Dirk Rose (1. Vorsitzender), Maximilian Radtke (2. Vorsitzender und Projektinitiator), Karsten Uhde (Repräsentant Volksbank eG) und Denise Wehe (betreut das Crowdfunding bei der Volksbank eG). Foto: THW Einbeck
Da kommt was zusammen: Die Volksbank eG bietet eine Crowdfunding-Plattform, über die Vereine und Institutionen in den Regionen Alfeld, Bad Gandersheim, Bockenem, Einbeck, Langelsheim, Leinebergland und Seesen Spenden für ihre gemeinnützigen Projekte sammeln können.

ZUNÄCHST sah es gar nicht gut aus für die Helfer vom Technischen Hilfswerk in Einbeck: 18 Tage vor Ende der Finanzierungsphase hatten die Organisatoren schon selbst fast die Hoffnung aufgegeben, den Betrag von 15 000 Euro für den Kauf eines neuen Fahrzeugs zusammenzubekommen. „Wir bedauern es sehr, dass wir als ehrenamtliche Helfer nicht auf mehr Unterstützung in der Bevölkerung stoßen und hoffen können. Denn immerhin stellen wir im Einsatzfall immer unsere Interessen zurück und stehen für alle Bürgerinnen und Bürger ein“, heißt es in einem Blog-Eintrag, den die THW-Helfervereinigung Einbeck e.V. auf der Crowdfunding-Plattform veröffentlicht hat. „Viele schaffen mehr“ ist der Slogan der Seite, die die Volksbank eG in der Region im September 2018 gestartet hat, um Spenderinnen und Spender für wohltätige Zwecke zu finden. Das neue Erkundungsfahrzeug für das Technische Hilfswerk in Einbeck gehörte zu den ersten Projekten auf der Seite.

Foto: Redaktion
Foto: Redaktion

„Mit der Crowdfunding-Plattform bringen wir die genossenschaftliche Idee in die Zukunft“, sagt Jan Hausmann, Leiter Vertriebskoordination bei der Volksbank, deren Geschäftsgebiet sich von Alfeld über Einbeck bis nach Seesen erstreckt. „Man tut sich zusammen, sodass am Ende alle etwas davon haben“, beschreibt es der Bereichsleiter. Die Idee, ein solches Angebot zu schaffen, hat er von einem Kollegen der Kölner Volksbank, den Hausmann vor einigen Jahren bei einer Tagung traf. Nicht erst nachdem die Kollegen das Projekt erfolgreich umgesetzt hatten, war ihm klar, dass diese Idee auch in ihrem Geschäftsgebiet gut ankommen würde.

65 000 Euro für 13 Projekte
Die Volksbanken unterstützen unter anderem aus den Erträgen des Gewinnsparens seit vielen Jahrzehnten kulturelle und soziale Projekte in ihren Geschäftsgebieten. Die Volksbank eG nutzte im vergangenen Jahr insgesamt 172 000 Euro zur Förderung sozialer Projekte vor Ort. Davon kamen 66 120 Euro den 114 Kinder- und Jugendfeuerwehren in ihrem Bereich zugute.

Über die Crowdfunding-Plattform der Volksbank eG wurden seit dem Start vor gut einem Jahr bereits 13 Projekte erfolgreich durchgeführt. Mehr als 65 000 Euro kamen durch die Spenden für soziale und karitative Vorhaben in der Region zusammen. So sammelte die Alfelder Gudrun-Pausewang-Schule, eine Förderschule im Bereich der Geistigen Entwicklung, über die Plattform 2500 Euro für neue Instrumente für die Schulband ein. Der Förderkreis der Grundschule Bad Gandersheim bemühte sich erfolgreich um Geld für eine neue Tischtennisplatte und der SV Bockenem bekam das Geld für eine neue Überdachung seines Vereinsheims zusammen.

Es sind viele kleine und sicher auch einige größere Spenden, die zusammen einen größeren Betrag erbringen. Das Geld stammt sowohl von Privatleuten als auch von Unternehmen aus der Region, die auf Wunsch auch auf der Internetseite vermerkt werden. So tauchen bei den Unterstützern des THW-Fahrzeugs unter anderem auch die Einbecker Verpackungen, die Stadtwerke Einbeck und die Thimm Gruppe aus Northeim auf. Auch die Volksbank selbst unterstützt die erfolgreichen Projekte mit Beträgen zwischen 150 und 2500 Euro.

Bei den erfolgreichen Finanzierungen, lassen sich die Vereine in der Regel etwas einfallen, um sich bei ihren Förderern zu bedanken. So hat die THW-Helfervereinigung alle ihre Unterstützer zur Übergabe des Fahrzeugs eingeladen. Die Alfelder Schule lud zu einem Konzert ein.

So funktioniert es
Gemeinnützige Vereine und Institutionen aus dem Geschäftsgebiet der Bank können bei dem Crowdfunding-Portal ein Projekt einreichen. Bevor es losgeht, muss ein Vorhaben zunächst innerhalb von 14 Tagen eine gewisse Zahl an Fans gewinnen. „So wird sichergestellt, dass ein Projekt auch eine ausreichende Relevanz hat“, erklärt Jan Hausmann. Je höher der erhoffte Spendenbetrag, desto höher die Zahl der erforderlichen Fans. Liegt der Betrag oberhalb 7500 Euro braucht es beispielsweise mindestens 100 Unterstützer. Der Verein entwirft alle Texte und Bilder oder Videos um sein Projekt auf der Seite zu präsentieren.

„Wir unterstützen natürlich, wenn unsere Hilfe gebraucht wird“, sagt Hausmann. Hat ein Projekt genügend Fans gefunden, geht es in die Finanzierungsphase. Auf der Plattform kann nun ein Wunschbetrag ausgewählt und per Lastschrift, Überweisung oder Kreditkarte gespendet werden. Wenn die gewünschte Spendensumme innerhalb eines festgelegten Zeitpunkts nicht erreicht wird, erhalten die Spender ihre Beträge zurück. Die Volksbank verwaltet das Geld auf einem Projektkonto und kümmert sich in allen Phasen um die Abwicklung. Die Spender können natürlich auch eine Spendenquittung erhalten. Neben der Volksbank eG aus Seesen betreiben in der IHK-Region auch die Volksbank Hameln-Stadthagen eG und die Hannoversche Volksbank eG Crowdfunding-Plattformen.