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Althusmann zieht erste Bilanz zum Masterplan Digitalisierung

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Professor Dr. Gerhard Wegner vom Digitalrat Niedersachsen, Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Muhle (v.l.).
Teil der Aufholjagd: Ab August können Unternehmen den Digitalbonus Niedersachsen beantragen. Das Förderprogramm ist Teil des Masterplans Digitalisierung, für den das Land jetzt eine Zwischenbilanz vorgelegt hat.

 

Im August 2018 hatte die niedersächsische Landesregierung beschlossen, bis 2022 über 1 Mrd. Euro in die Aufholjagd bei digitaler Infrastruktur und Digitalisierung in Niedersachsen zu investieren. In Hannover hat Wirtschaftsminister Bernd Althusmann nach elf Monaten heute eine erste Zwischenbilanz zum Masterplan Digitalisierung gezogen: „Beim Breitbandausbau liegen wir gut im Rennen“. Benchmark im Masterplan ist der Gigabitanschluss für schnelles Internet, mit dem bis 2021 alle Gewerbegebiete, Schulen, Universitäten und Seehäfen am Netz sein sollen und dann bis 2025 alle Haushalte in Niedersachsen vollständig versorgt. Laut aktuellem Breitbandatlas der Bundesregierung seien heute 37,4 Prozent der Haushalte in Niedersachsen gigabitfähig. Der Ausbau in Niedersachsen laufe über 230 geförderte Maßnahmen mit einem gesamten Investitionsvolumen von über 2 Mrd. Euro und umfasse 430.000 Gebäude, darunter 1.000 Schulen, von denen rund 860 bereits an das Giganetz angeschlossen worden seien. Für die prioritäre Anbindung zum Beispiel von Schulen und Gewerbegebieten bis 2021 und der Erschließung von „weißen Flecken“ sei im Juni eine neue Förderrichtlinie gestartet worden, über die 220 Mio. Euro zur Verfügung stehen sollen. Mit Vodafone habe das Land zudem eine Digitalpartnerschaft geschlossen, mit der Zusage des Unternehmens, bis Ende 2020 rund 65 Prozent aller Haushalte im Land über das Kabelnetz mit Gigabitanschlüssen zu versorgen. Beim Mobilfunk sieht der Wirtschaftsminister Niedersachsen bereits in der nächsten Aufholjagd, „bis Ende 2021 soll es im Land keinen Bereich mehr geben, in dem nicht mobil telefoniert werden kann“, so Althusmann.

Digitalbonus startet im August

Mit einem neuen Förderprogramm, dem Digitalbonus Niedersachsen, sollen Digitalisierungsprozesse im niedersächsischen Mittelstand beschleunigt und gestärkt werden. Kleine und mittelständische Unternehmen können über den Digitalbonus bis zu 10.000 Euro für Investitionen in IT-Sicherheit, Hard- und Software beantragen. Bis Ende 2021 stehen dafür jährlich 5 Mio. Euro bereit. Wirtschaftsminister Althusmann kündigte heute an, dass der neue Digitalbonus ab August gestartet werde.

Kompetenzzentrum stellt KI-Trainer ein

Über eine andere Förderschiene, also außerhalb des Masterplans Digitalisierung, können jetzt Unternehmen in Niedersachsen auch beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) Unterstützung erhalten: Seite dem 1. Juli verfügt das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover („Mit uns digital!“) über zusätzliche Fördermittel und stellt drei KI-Trainer ein, die in die Unternehmen gehen, Informationsgespräche und Schulungen anbieten. Sie geben kostenlos und unabhängig einen ersten Überblick über Künstliche Intelligenz und wollen sowohl Fach- als auch Führungskräften die Scheu vor dem Thema nehmen. Deutschlandweit will das Bundeswirtschaftsministerium zukünftig mindestens 20 KI-Trainer einsetzen.

„Künstliche Intelligenz ist der Turbolader der Digitalisierung. Ihr Einsatz ist unabdingbar, um die Flexibilisierungspotenziale der Digitalisierung voll auszuschöpfen“, erläutert Professor Dr. Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover und Vorstandssprecher von „Mit uns digital!“. Denkena weiter: „Wir gehören zu den ersten Kompetenzzentren, die KI-Trainer einstellen und Mittelständler gezielt über Künstliche Intelligenz informieren.“ (pm)

 

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