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Die Freitags-Kolumne: Lesen!

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Sie tun’s hoffentlich hier: Lesen. Und jetzt nicht aufhören. Denn genau darum geht es.

Nicht für die Schule, für das Leben lesen wir. Okay, meistens hört man den Satz leicht anders. Aber auch in dieser Form dürfte etwas dran sein. Hand aufs Herz: Beim wem ist die Literatur in der Schule zurückgeblieben? Frisch, Böll und Dürrenmatt, Remarque oder Grass, um ein paar Dauerbrenner ins Hirn zu rufen. Die Manns meinetwegen, oder was das Curriculum sonst noch so hergab: Nur eine Erinnerung – an die Abiturprüfung? „Wer Romane liest, lernt viel für den Beruf.“ Das stand anfangs der Woche über einem Beitrag in einer hannoverschen Zeitung. Ja, was denn sonst? Und beim Schreiben dieses Satzes hört man nahezu, wie der große Marcel Reich-Ranicki das gesagt hätte, mit typischem Lispeln und vielleicht nahezu empört. Jedenfalls legen wir ihm das mal, dabei fast vor Ehrfurcht bebend, in den Mund. „Litterra-tuhrr!“ Was ist sie, wenn, wenn nicht relevant? Und ebenso: War wäre Literatur, wenn nicht relevant? Der kleine Zeitungsartikel vom Wochenanfang hat uns auch etwas bestätigt bei einer kleinen Rubrik in der NW, die allerdings nur in der Print-Ausgabe – Papier eben – erscheint: Die Literatur-Ecke. Jeden Monat ein kleines Zitat, ein Satz – Prosa oder Poesie, Film, Liedtexte (Dylan ist schließlich Literaturnobelpreisträger), oder bald sich auch Computerspiele. Hauptsache, selbst gelesen oder notfalls gehört. Und als Appetithappen und Rausschmeißer ins Wochenende hier noch die Literatur-Ecke aus der Mai-NW, gefunden bei Michel Houellebecq: „Es hat keinen Sinn, nicht zu leben, man kommt doch in die Jahre.“ pm

Ursprünglich als Wirtschaftspolitisches Streiflicht, später in einer eigenen Rubrik „Streiflichter“: Glossen begleiten die Niedersächsische Wirtschaft von Anfang an und hatten schon in Vorgänger-Publikationen ihren Platz. An dieser Stelle finden Sie jeden Freitag eine Glosse in dieser Tradition.