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Auch DB Cargo, das Bahn-Tochterunternehmen für den Schienengüterverkehr, spürt ein gestiegenes Interesse an der Bahn als Transportmittel. Es gibt mehr Anfragen von Unternehmen. In den letzten Jahren konnten sowohl Neukunden gewonnen werden als auch die Transportströme ausgeweitet werden, wie ein Sprecher auf Anfrage der NW erklärte. In Niedersachsen zählt das Unternehmen mehr als 300 Unternehmen zu seinen Kunden. Dennoch bleibt die Güterbahn tief in den roten Zahlen. Vor fünf Jahren hat die Deutsche Bahn AG zum letzten Mal im Schienengüterverkehr einen Gewinn eingefahren. Im vergangenen Jahr machte DB Cargo einen Verlust von rund 190 Mio. Euro. Das Unternehmen mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent im Schienengüterverkehr arbeite „mit Hochdruck an der Trendwende“: „DB Cargo investiert massiv in die Flotte, insbesondere in die Beschaffung von 100 Mehrsystemlokomotiven, 6000 Güterwagen sowie die GPS-Ausrüstung von mehr als 60000 Güterwagen. Allein 2018 hat die Güterbahn rund 1800 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.“ Unter anderem der Einzelwagenverkehr (EV) ist für DB Cargo ein schwieriges Geschäft, bei dem sich sogar die Bundesregierung für eine Verbesserung einsetzt. Laut Koalitionsvertrag soll nach Wegen für einen wirtschaftlichen Betrieb gesucht werden. Auf diese Prüfung bereitet sich das Unternehmen aktuell qualifiziert vor. „Denn der EV ist wichtig für DB Cargo und die deutsche Wirtschaft“, sagt der Sprecher.

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