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Rossmann will die 10 Milliarden-Umsatzmarke ankratzen

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Jahrespressekonferenz bei Rossmann mit Peter Dreher, Dirk Roßmann, Raoul Roßmann, Michael Rybak (v.l.). Foto: Barbara Dörmer
Jahrespressekonferenz bei Rossmann mit Peter Dreher, Dirk Roßmann, Raoul Roßmann, Michael Rybak (v.l.). Foto: Barbara Dörmer

In diesem Jahr will der Burgwedeler Drogerie-Konzern Rossmann an der 10 Milliarden-Euro-Marke kratzen. Neben den nackten Zahlen spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmende Rolle im Unternehmen.

Der Rossmann-Konzern will in diesem Jahr an der Umsatzmarke von 10 Milliarden Euro kratzen. „Wir würden gern sagen, wir knacken die 10-Milliarden-Euro-Marke – aber das wäre unseriös“, sagte Dirk Roßmann, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Burgwedel bei der Jahrespressekonferenz. Realistisch will der Konzern, der in Deutschland, Polen, Ungarn, Tschechien, der Türkei, Albanien und im Kosovo präsent ist, in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 9,9 Mrd. Euro erzielen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich der Konzernumsatz um 5,1 Prozent auf 9,46 Mrd. Euro. In den 2150 deutschen Märkten wuchs der Umsatz um 4,1 Prozent auf 6,66 Mrd. Euro. In den Auslandsgesellschaften mit 1780 Märkten legte der Umsatz sogar um 7,7 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro zu. Bemerkenswert: Die inzwischen fast 30 Rossmann-Eigenmarken wie Isana, Alterra oder Enerbio haben mit rund 4600 Artikeln einen Anteil am Gesamtumsatz von 25 Prozent. „Wir waren mit dem letzten Jahr außerordentlich zufrieden“, kommentierte der 72-jährige Unternehmer die Ergebnisse.

In diesem Jahr will Rossmann 215 Mio. Euro investieren. Im In- und Ausland sollen 200 Filialen eröffnet werden und 40 schließen. In Deutschland sollen 110 neue Märkte eröffnet und 175 Märkte modernisiert werden. Mitte des Jahres will das Drogerie-Unternehmen mit der Eröffnung seiner viertausendsten Filiale einen weiteren Meilenstein erreichen. Zurzeit liegt das neue Ladenlayout in den Märkten, das sich beispielsweise durch breite Gänge auszeichnet, bei 30 Prozent. Nach und nach sollen alle Märkte so aussehen. Neben Drogerieartikeln führt Rossmann seit 2012/2013 auch Spiel- und Schreibwaren. Dadurch ist die Verkaufsfläche immer weiter gestiegen und liegt aktuell im Durchschnitt bei 580 Quadratmetern. Eine weitere Erweiterung des Sortiments soll es jedoch nicht geben.

Im vergangen Jahr hat Rossmann zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Rossman ist seit 2018 aktives Mitglied des Rezyklat-Forums, das die Reduzierung von Plastikmüll vorantreiben will. Mitte April hat das Unternehmen en die ersten Isana-Seifen mit dem Rossmann-Siegel „Ohne Mikroplastik“ eingeführt; das Siegel kennzeichnet die Rossmann-Marken, deren Rezepturen mikroplastikfrei sind. Bis Ende 2019 sollen knapp 500 Isana-Produkte dieses Siegel tragen. Seit diesem Monat bietet Rossmann ferner seine Eigenmarke Alterra Naturkosmetik in Flaschen an, die 95 Prozent aus recyceltem Kunststoff hergestellt werden. Nach und nach sollen alle Alterra-Flaschen auf das recycelte Material umgestellt und weitere Segmente angepasst werden. Bereits Anfang des Jahres wurden die Verpackungen der Enerbio-Säfte von Einwegglas umgestellt auf Elopak-Verbundkarton, der zu 75 Prozent aus dem nachwachsenden und vollständig recycelbaren Rohstoff Holz besteht.

Um bei jungen Menschen bekannter zu werden, baut Rossmann seine Präsenz auf Musikfestivals aus. So wird das Unternehmen in diesem Jahr unter anderem auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven mit einem Geschäft vor Ort sein.