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Hannover Messe aktuell: Neue Struktur ab 2020

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Logistik und Transport rücken in Zeiten von Industrie 4.0 immer enger zusammen. Zu sehen auf der Hannover Messe - die neue Struktur der Industrieschau passt sich dem an.
Die Hannover Messe bekommt im nächsten Jahr eine neue Struktur. Und den Namen Cemat wird es auf dem hannoverschen Messegelände nicht mehr geben.

Zur Halbzeit der Hannover Messe 2019 gaben die Veranstalter die Veränderungen bekannt: Vom kommenden Jahr an wird das Messeprogramm in fünf Ausstellungsbereiche verpackt. Hinzu kommen zwei weitere, die abwechselnd alle zwei Jahre nach Hannover kommen.

Die Cemat wird es als Marke in Hannover künfitg nicht mehr geben: Auch das gehört zum neuen Messekonzept. Da in der Industrie 4.0 rücken die Bereiche Produktion und Logistik noch enger zusammenrücken, werden die Themen Intralogistik-Messe  in die Hannover Messe integriert. Alle zwei Jahre und erstmals 2020 umfasst der neue Ausstellungsbereich Logistics Förder- und Lagertechnik, Lager- und Betriebseinrichtungen, Flurförderzeuge und Zubehör, fahrerlose Transportsysteme, Verpackung und Logistikdienstleistungen (Hallen 2, 3 und 4). Angesichts der Bedeutung der Logistik für die Industrie 4.0 werden sich aber insbesondere Themen wie Logistikautomation sowie Digital Logistics jedes Jahr auf der Messe wiederfinden und damit das jährliche Portfolio der Hannover Messe an dieser Stelle erweitern, so die Deutsche Messe AG.

4.0-Kernthemen in geschlossener Bahn

Der komplette Osten und Süden des Messegeländes ist vom kommenden Jahr dem Kernbereich Automation, Motion & Drives gewidmet. Von Halle 2 bis Halle 13 kann man dann als Messebesucher gradlinig entlang eines umgekehrten L die Themen Fabrik-, Prozess- und Energieautomation sowie die Antriebs- und Fluidtechnik, Robotik, industrielle Sensorik und Bildverarbeitung, Stromübertragung, Transformatoren, Energieführung sowie Logistikautomation und Lagertechnik durchlaufen – eine optimale Besucherführung, so Messechef Dr. Jochen Köckler.

Ein völlig neuer Name: Digital Ecosystems. Köckler: „Die digitalen Ökosysteme stehen im Zentrum der industriellen Transformation. Sie strahlen auf alle anderen Bereiche der Messe aus und rücken daher ab 2020 in die Mitte des Messegeländes.“ Nämlich in die Halle 14 ibs 17: In diesem Ausstellungsbereich dreht sich alles um die digitale Vernetzung und Anwendungen für Industrie mit den Themen Unternehmenssoftware, digitale Erfassung des Produktlebenszyklus, Systeme zur Produktionssteuerung, Logistik-IT, digitale Plattformen und Cloud-Lösungen, IT-Sicherheity, Augmented Reality und virtuelle Realität, Energiemanagement-Lösungen, Künstliche Intelligenz oder 5G-Infrastruktur.

Forschung und Entwicklung, bisher schlicht unter dem Namen Research & Technology, laufen künftig unter der Bezeichnung Future Lab und ziehen in die Hallen 21 und 24 um. Energiethemen inklusive der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge haben nun lösungsorientiert den Name Energy Solutions  und teilen sich manche Hallen (11, 12, 13) mit dem Automationsbereich – schließlich gibt es auch thematische Überschneidungen. Fünfter jährlich in Hannover gezeigter Bereich: Engineered Parts & Solutions umfasst Leichtbau, additive Fertigung, also 3D-Druck, Oberflächentechnik, materialspezifische Komponenten, Fügetechnologien und Engineering-Dienstleistungen.

Alle zwei Jahre abwechselnd mit dem Logistik-Schwerpunkt kommt schließlich der Ausstellungsbereich Compressed Air & Vacuum nach Hannover und soll die Halle 26 füllen.

Indonesien ist Partnerland 2020

Die neue Messestruktur hat den Segen des Ausstellerbeirats und soll Wachstumsmöglichkeiten bieten: Mehr Möglichkeiten für Aussteller einerseits, weitere Anziehungskraft auf Besucher andererseits. In diesem Jahr zählt die Messe mehr als 6000 Aussteller und erwartet rund 200.000 Besucher. Ergebnisse gibt es am letzten Messetag in der Abschlusspressekonferenz. Dann wird auch der Stab der Partnerländer von Schweden an Indonesien übergeben. Der Inselstaat ist bereits zum dritten Mal Messepartner.