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Erfolgreich im Kreditgeschäft

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Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank. Foto: Barbara Dörmer
Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank. Foto: Barbara Dörmer

„Regionalität als Erfolgsrezept“: Dieses Fazit zieht Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, für das Jahr 2018. Im 158. Geschäftsjahr hat die Bank, die im Raum Hannover – Celle mit 39 Geschäftsstellen und 34 Selbstbedienungs-Centern präsent ist, ihre Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro gesteigert. Besonders positiv entwickelte sich der Kreditbestand, der um fast 8 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro zulegte. Insgesamt hat die Volksbank Kredite mit einem Volumen von 1,1 Mrd. Euro zugesagt; rund 60 Prozent davon waren private oder gewerbliche Baufinanzierungen. Dies, obwohl die Volksbank hier eher hohe Standards vorgibt, um Risiken für Bank und Kunden niedrig zu halten. Erstmals hat die Volksbank im vergangenen Jahr Baufinanzierungen über externe Berater auf Internetplattformen wie Dr. Klein oder Interhyp angeboten; etwa 10 Prozent des Baufinanzierungsgeschäfts wurde so abgewickelt. Perspektivisch sieht die Hannoversche Volksbank hier großes Potenzial: Das Internet-Geschäft mit Baufinanzierungen könne in den kommenden zehn Jahren auf bis zu 50 Prozent zulegen, so Wache. Für das laufende Geschäftsjahr hat sich die Bank ein „anspruchsvolles Kreditwachstum von 240 Mio. Euro als Ziel gesetzt.“

Weitere Ergebnisse des Jahres 2018: Die Kundeneinlagen stiegen um 4,7 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Der Zinsüberschuss nahm um 3,6 Prozent auf 114,7 Mio. Euro ab, der Provisionsüberschuss sank um 0,9 Prozent auf 36 Mio. Euro. Die Zahl der Kunden blieb netto unverändert: Zum 31. Dezember hatte die genossenschaftliche Bank 220 000 Kunden, darunter 25 000 Firmenkunden, und 108 500 Mitglieder.

Um die Kommunikation mit den Kunden weiterzuentwickeln und interne Prozesse zu verbessern, hat die Volksbank im vergangenen Jahr vor allem in Video-Telefonie und Chats, optische Archivierung und Cloud investiert. Im Verbund mit allen Volks- und Raiffeisenbanken wurde und wird die Digitalisierung vorangetrieben. Wegen dieser Investitionen fiel das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 52,4 Mio. Euro um 6,4 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss bewegte sich mit 13,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Vor Kurzem wurde die Hannoversche Volksbank vom Deutschen Institut für Bankentest als „Beste Bank in der Beratung von Privatkunden“ und als „Beste Bank in der Beratung von Firmenkunden“ in Niedersachsen ausgezeichnet.

2017 war die Hannoversche Volksbank, die aktuell 900 Mitarbeiter hat, nach Bilanzsumme die achtgrößte Volksbank Deutschland.