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Revita Hotel Bad Lauterberg: Hoch hinaus im Harz

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Die Außenansicht des Hotels wirkt wenig anziehend auf Gäste - dafür überzeugt das Revita im Innern. Foto: Revita Hotel.
Die Außenansicht des Hotels wirkt wenig anziehend auf Gäste - dafür überzeugt das Revita im Innern. Foto: Revita Hotel.
Das Revita-Hotel in Bad Lauterberg bietet seinen Gästen alles unter einem Dach: Restaurants, Bars, einen Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool und Saunen, ein Fitnessstudio, eine Beautyfarm und zwei Tennisplätze. Für aktive Urlauber stellt das Fünf-Sterne-Hotel jeden Tag ein Sport- und Aktivitätenprogramm zusammen.

Den Grundstein legte die Bundesgesundheitsministerin und zur Eröffnung kam sogar der damalige Bundeskanzler Willy Brandt nach Bad Lauterberg. Rund 50 Millionen Deutsche Mark hatte der Bau des Kur- und Sporthotels Revita gekostet, das am 17. August 1972 seine Türen öffnete. Der Luftkurort hoffte auf viele neue Gäste, die in einem der rund 500 Betten in dem neunstöckigen Komplex übernachten würden. Doch das Konzept ging nicht auf. Es folgte die Pleite.Mehr als vier Jahre lang suchte die Hessische Landesbank nach einem Käufer, bis der Braunschweiger Unternehmer Helmut Seela den 36.000 Quadratmeter großen Komplex am Bad Lauterberger Kurpark übernahm. Seela nutzte das Hotel, nachdem er es umfassend saniert hatte, zunächst vor allem für sein wachsendes Geschäft mit Ferienfahrschülern, die zu dieser Zeit aus der ganzen Republik nach Braunschweig und Bad Harzburg kamen, wo die Familie bereits Hotels betrieb. Und so kam das Hotel ieder auf Kurs. „Im Eröffnungsjahr waren wir zu Weihnachten schon ausgebucht“, erinnert sich Frank Seela.

Kathleen und Frank Seela führen das Revita-Hotel gemeinsam. Foto: Revita Hotel.

Hunderttausend Gäste pro Jahr

1984 übernahm er von seinem Vater die Geschäfte und damit auch die Verantwortung für das Revita-Hotel, das er heute zusammen mit seiner Frau Kathleen führt. Etwa hunderttausend Gäste übernachten pro Jahr in ihrem Fünf-Sterne-Hotel mit 251 Zimmern und 14 Suiten. „Die Auslastung liegt zwischen 65 und 75 Prozent“, sagt Seela. Besonders die Wochenenden liefen hervorragend, aber auch unter der Woche herrscht reger Betrieb im weitläufigen Foyer des Hotels, das für seine Gäste weit mehr als eine Unterkunft ist. So gibt es neben dem 3000 Quadratmeter großen Wellnessbereich mit großem Pool, Whirlpool, Saunalandschaft und Aroma-Dampfbad auch eine eigene Beautyfarm und das Melzer‘s Spa, eine Bäderabteilung, in der die Gäste von den ausgebildeten Physiotherapeuten auch medizinisch verordnete Massagen erhalten können.

Täglich Programm: Sportkurse und Sightseeing

Das vierköpfige Sport- und Fitnessteam des Hotels sorgt zudem an sechs Tagen für sportliche Angebote, von Aquafitness und Rückenfit bis zu Yoga und „Körper in Balance“. Zudem gibt es Wanderungen, einen gemeinsamen Nachtwächter-Rundgang, Kutschfahrten oder Ausflüge im Oldtimer-Bus, ab und an Konzerte. Am Sonntag vor Weihnachten fährt Familie Seela seit vielen Jahren mit ihren Gästen mit der Harzer Schmalspurbahn zum Weihnachtsbummel nach Wernigerode. Die Gäste wissen diese Abwechslung zu schätzen. „Viele suchen bei uns im Harz aber auch einfach Erholung in der Natur – oder sie kommen zum Shoppen nach Bad Lauterberg. Wir haben hier ja eine gut funktionierende Einkaufsstraße mit tollen Geschäften“, sagt Seela.

Das Revita Hotel in Bad Lauterberg begrüßt seine Gäste mit einem weitläufigen Foyer. Foto: Revita Hotel.
Das Revita Hotel in Bad Lauterberg begrüßt seine Gäste mit einem weitläufigen Foyer. Foto: Revita Hotel.

Vier Restaurants stehen zur Wahl

Das Revita bietet zahlreiche Pauschalangebote an, bei denen die Übernachtung mit Wellnessangeboten und der sogenannten 3/4-Verwöhn-Pension kombiniert wird. Dabei sind Frühstück, Abendessen, Snacks und Kuchen inklusive. Die Gäste können wählen, in welchem der vier Restaurants sie ihr Essen einnehmen. Die Bandbreite reicht vom edlen Brunello“ in der neunten Etage und dem „Lollo Rosso“ bis zum rustikal-gemütlichen Hirschfänger und dem hell- freundlichen Kurpark-Restaurant. Für den Ausklang am Abend bietet das Hotel gleich vier Bars. Die CÜPLIbar bildet mit ihrem gedämpften rot-blauen Licht und den Sitzecken hinter Fadenvorhängen einen Kontrast zum Landhaus-Stil im Foyer. Auch die kleine Tanzfläche dort wird rege genutzt.

Vom klassischen Landhausstil bis zur rustikalen Harz-Optik: Die 250 Zimmer und 14 Suiten des Revita-Hotels sind in unterschiedlichen Stilen eingerichtet. Foto: Revita.

Hotelbar mit Metropolen-Flair

Eine Kern-Zielgruppe des Hotels gibt es nicht. „Wir haben alles“, sagt Seela. Unter der Woche sei das Publikum etwas älter, an den Wochenenden jünger. Hinzu kommen Tagungen und Mitarbeiterevents. „Man muss so ein großes Haus immer weiterentwickeln“. Seela hat viele Trends kommen und gehen sehen. Clubs und Vereine füllten noch in den siebziger und achtziger Jahren das Hotel, auch die Schrotkuren sind ihm in Erinnerung geblieben, aber auch die Sektpyramiden, die bei vielen Events zum Standard gehörten. Und heute? „Das Essen hat eine viel größere Bedeutung als früher“, findet Seela, der seinem Hoteldirektor Thomas Hülsebusch aber bei der Ausrichtung des Hauses viel Freiheiten lässt.

In neuen Zimmern dominieren Holz- und Naturtöne

210 Beschäftigte zählt das Hotel, die rund 20 Auszubildenden nicht mitgerechnet. Der Fachkräftemangel ist auch hier Thema. Es ist aber noch nicht so schlimm wie in den späten 1980er Jahren, sagt Seela. „Wir waren damals kurz davor, einige Etagen zu schließen, weil wir nicht genug Personal fanden.“ Auch heute steht der Harz mit anderen Regionen im Wettbewerb, deswegen begrüße er alle Initiativen, die für eine Belebung sorgen. Von den Investitionen in das Skigebiet in Braunlage profitierten letztlich alle in der Region. Auch das Revita investiert jedes Jahr. Zuletzt hat das Hotel die Zimmer einiger Etagen überarbeitet. Mit Namen wie Harzstyle und Harzlodge und einer Ausstattung in warmen Holz- und Naturtönen sollen sich vor allem jüngere Gäste wohlfühlen.
Wenn Frank Seela einen Wunsch frei hätte, dann würde er wohl etwas an der Fassade des Hotels verändern. Er weiß schon, dass sich viele Gäste zunächst erschrecken, wenn sie das Revita sehen. „An der Rezeption angekommen ist das aber meist schon vergessen“. Aufgrund seiner vielen guten Bewertungen ist das Hotel schon mehrmals von Holidaycheck ausgezeichnet worden. „Nach dem Betreten der Drehtür hat das Hotel einen ganz eigenen Charme. Man fühlt sich schnell erholt“, heißt es dort.

Revita Hotel
Bad Lauterberg
5 Sterne
Doppelzimmer: ab 224 Euro
Suite: ab 330 Euro

Preise inkl. Frühstück, Kaffee und Abendessen (Rabatte bei längeren Aufenthalten)

Was muss ein Fünf-Sterne-Hotel bieten?

Es muss in allen Bereichen höchsten Ansprüchen entsprechen und bei der Bewertung anhand der 270 Kategorien der Deutschen Hotelklassifizierung mindestens 600 Punkte erreichen (ab 700 Punkte -> Superior). Beurteilt werden: allgemeine Hotelinformationen, Rezeption & Service, Zimmer, Gastronomie, Veranstaltungsbereich, Freizeit sowie Qualitäts- und Onlineaktivitäten. Für fünf Sterne müssen zudem diese zwölf Mindestkriterien erfüllt sein:

  • 24 Stunden besetzte Rezeption, mehrsprachige Mitarbeiter
  • Wagenmeisterservice
  • Concierge, Hotelpagen
  • Empfangshalle mit Sitzgelegenheiten und Getränkeservice
  • Personalisierte Begrüßung mit frischen Blumen oder Präsent auf dem Zimmer
  • Minibar und 24 Stunden Speisen und Getränke im Roomservice
  • Körperpflegeartikel in Einzelflakons
  • Internet-Endgerät auf dem Zimmer auf Wunsch
  • Safe im Zimmer
  • Bügelservice (innerhalb einer Stunde), Schuhputzservice
  • Abendlicher Turndownservice
  • Mystery-Guesting

Weitere Informationen zur Deutschen Hotelklassifizierung finden sich auf dem europäischen Hotelbewertungsportal hotelstars.eu, zu dessen Partnern auch der Dehoga gehört.