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Enercity präsentiert gutes Ergebnis

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Der Enercity-Vorstand: Kai-Uwe Weitz, Dr. Susanna Zapreva-Hennerbichler und Prof. Dr. Marc Hansmann. Foto: Georg Thomas
Der Enercity-Vorstand: Kai-Uwe Weitz, Dr. Susanna Zapreva-Hennerbichler und Prof. Dr. Marc Hansmann. Foto: Georg Thomas

Die hannoversche Enercity AG hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz wuchs um 15,1 Prozent auf 1769,1 Mio. Euro, das EBIT liegt mit 128,3 Mio. Euro 61 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Energieversorger und Dienstleister konnte seinen Energiehandels- und Vertriebsabsatz in allen Bereichen ausbauen, erklärte die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva-Hennerbichler am 12. November in Hannover.

Obwohl die Preise für Strom und Gas an den Börsen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 deutlich gestiegen sind (Strom kostete 39,1 Prozent mehr als im Vorjahr, der Gas-Durchschnittspreis stieg um 19,4 Prozent), kündigte Enercity an, seine Preise zum 1. Januar 2019 nicht zu erhöhen. „Wir halten unsere Preise konstant“, erklärte Zapreva.

Nach dem Verkauf des Kohlekraftwerks Mehrum im Jahr 2017 und der strategischen Neuausrichtung sieht sich Enercity durch die positiven Ergebnisse in seinem Handeln bestätigt. Neben dem gestiegenen Absatz von Strom, Gas, Wärme und Wasser konnte Enercity auch die Zahl seiner Kunden erhöhen.

Aufgrund des Kraftwerkverkaufs sank die Menge des erzeugten Stroms im dritten Quartal 2018 auf 2292 Gwh. Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien stieg gleichzeitig um knapp 30 Prozent, exakt 182 Gwh an.

Das Unternehmen kündigte zudem an, zwei Anlagen zur Klärschlammverbrennung zu bauen: eine in Bitterfeld mit einer Kapazität von rund 60000 Tonnen und eine in Hannover-Lahe mit rund 30000 Tonnen. „Die Kapazität würde reichen um den Klärschlamm, der in der Region Hannover anfällt, zu verbrennen“, sagt Zapreva.

Enercity bietet seinen Kunden in der Region Hannover ab sofort zudem zwei neue Produkte an, mit denen der Austausch alter Heizungen beschleunigt werden soll. Es handelt sich dabei um ein Mini-Contracting, das neben dem Kauf und der Installation einer Heizung auch den Anlagenbetrieb und die Wärmelieferung umfasst. Mit einem monatlichen Betrag finanzieren die Kunden dabei die Heizung über einen Zeitraum von 10 oder 15 Jahren. Mit der Pauschale sind alle Kosten während der Vertragsdauer abgedeckt.

In der Zukunft will Enercity weiter in neue Geschäftsfelder wie etwa Elektromobilität und Smart Home investieren und auch die eigene Stromerzeugung aus Windkraft erhöhen. Derzeit baut der Konzern im brandenburgischen Klettwitz einen Windpark mit einer Kapazität von 33 Megawatt. Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns soll weiter kräftig investiert werden, nach 134 Mio. Euro in 2017 sollen in diesem Jahr insgesamt 180 Mio. investiert werden.

Das Jahresergebnis soll im Jahr 2018 auf mehr als 110 Mio. Euro steigen. Langfristiges Ziel bis zum Jahr 2025 ist die Verdopplung des EBIT. Dazu beitragen soll auch eine schlankere Aufstellung des Unternehmens: Die Zahl der Enercity-Mitarbeiter sank um rund zwei Prozent auf 2174 Beschäftigte, gerechnet in Vollzeitäquivalenten.