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Schlosshotel Münchhausen: Besonderes Flair – ungelogen

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1570 begann Hilmar von Münchhausen, Regimentschef und einer der reichsten Männer seiner Zeit, mit dem Bau von Schloss Schwöbber - heute das Schlosshotel Münchhausen.
Vom Spa bis zur Sterne-Küche: Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen vor den Toren Hamelns bietet seinen Gästen ein ganz besonderes Flair. Nur wenige andere Luxushotels können mit 440 Jahren Geschichte, einem acht Hektar großen Landschaftspark, zwei Golfplätzen, drei Restaurants und einem neuen Wellnessbereich aufwarten.
Thomas Bonanni (57): "Ich führe das Hotel, als wäre es mein eigenes."

Vom Kamin wärmt ein Feuer, Kerzenschein erfüllt den historischen Rittersaal. Unter einem sechs Meter hohen Christbaum sitzen die Gäste des Hotels zusammen. Sie singen Weihnachtslieder und hören Weihnachtsgeschichten. Wie in jedem Jahr spielt Hotelchef Thomas Bonanni persönlich am 25. Dezember Klavier. Eine Andacht in der Kapelle und ein Fünf-Gänge-Menü in der sterneprämierten Schlossküche runden das Programm ab. Es muss eine ganz besondere Stimmung sein, die Weihnachten im Schlosshotel Münchhausen herrscht. Zumindest sind die 68 Zimmer und Suiten des Fünf-Sterne-Hotels vor den Toren Hamelns regelmäßig über die Festtage ausgebucht. „Unsere Stammgäste schätzen diese Atmosphäre und den aufmerksamen Service meiner Mitarbeiter“, sagt der geschäftsführende Direktor Thomas Bonanni.
Die 80 Mitarbeiter des Hotels bringen Höchstleistung – nicht nur an Weihnachten. Der Fünf-Sterne-Superior-Anspruch bringt es mit sich, dass alles höchsten Ansprüchen genügt: die Zimmer, die drei Restaurants und auch der Wellnessbereich, den das Hotel im Sommer umfangreich renoviert hat. Schwimmbad und Saunabereich erstrahlen in neuem Glanz. Und es gibt nun auch eine „Salina Lounge“, deren salzhaltige Luft Erkältungen vorbeugen soll.

Schloss mit Spa

Das Schlosshotel verbindet die Moderne des Spa-Bereichs oder der Tagungsräume mit dem historischen Ambiente des ehemaligen Ritterguts. Und wie es sich für ein Schloss gehört, gibt es auch unterirdische (Geheim-)gänge, die etwa das Haupthaus mit der Zehntscheune verbinden, in der sich die Tagungsräume befinden. Alleinstellungsmerkmale braucht ein Fünf-Sterne-Superior-Hotel in einem Schloss mit mehr als 440-jähriger Geschichte, erbaut von einem Mitglied der Familie Münchhausen, das bereits der russische Zar Peter der Große besuchte, nicht lange suchen.

Geschichte(n) und Geheimgänge

„In dieser Form ist das schon einzigartig“, sagt Thomas Bonanni. Für ihn gebe es nichts Schöneres als Chef eines Hauses mit so einer reichen Geschichte zu sein. Der 57-Jährige führt das Hotel so, als wäre es sein eigenes. Er plaudert gern mit den Gästen und packt selbstverständlich mit an, wenn es nötig ist. Anfang 2015 hat er die Geschäfte des Schlosshotels Münchhausen übernommen, das der Unternehmer Friedrich Popken im Jahr 2004 im Wasserschloss Schwöbber eröffnet hat. Fast zwei Jahre dauerte die umfassende Sanierung, bei der auch viele Details im Innern, beispielsweise die Wand- und Deckenmalereien im Rittersaal wiederhergestellt wurden. Wie viel Geld das Unternehmerpaar, das durch die Damenmode-Kette Ulla Popken bekannt wurde, insgesamt aufbrachte, wird nicht verraten.

Gibt es einen passenderen Ort zum Geschichten erzählen?

Nur der Weg war zu weit für Obama

Als der US-Präsident Barack Obama im Frühjahr 2016 Hannover besuchte, galt das Luxushotel auf dem Land lange als Favorit. Am Ende schied man aufgrund der vielen engen Straßenpassagen auf dem Weg in die Landeshauptstadt aus. Allerdings bezogen das Pressebüro des Präsidenten und viele internationale Journalisten im Schloss Quartier. Mehrere Fernsehbeiträge zeugen von dieser Zeit.

Bekannt ist das Schlosshotel aber schon seit dem Jahr 2006, als die französische Nationalmannschaft ihr WM-Quartier in Aerzen aufschlug. Andere prominente Gäste möchte der Chef nicht nennen. Nur soviel: „Otto Waalkes kommt regelmäßig.“ Und der ein oder andere Bundesliga-Fußballer habe hier seine Hochzeit gefeiert, verrät Bonanni dann doch. Im Jahr finden im Schloss mittlerweile mehr als 60 Hochzeiten statt, deutlich mehr als vor seiner Zeit. „Herr Bonanni hat das Haus aus einem Dornröschenschlaf geweckt“, sagt Anika Pohlmann, Marketingchefin des Hotels. Außerdem habe er das Schloss viel stärker als früher für die Menschen aus der Region geöffnet. Viele Aerzener kannten das Hotel gar nicht. Nun gibt es Krimi-Abende und Candlelight Dinner – mit Buffet und Getränken für 49 Euro pro Person – die gut besucht sind. Und wer einmal Sterne-Küche probieren mag, bekommt im „1570 – Petit Gourmet“ einen Gang für 15,70 Euro.

An den Wochenenden kommen vor allem Gäste nach Schwöbber, die Ruhe und Erholung suchen: im Spa-Bereich entspannen, auf den direkt angrenzenden, aber nicht zum Hotel gehörenden zwei Golfplätzen abschlagen oder ein Essen in der Sterne-Küche von Achim Schwekendiek genießen. Der Küchenchef, übrigens gebürtiger Hamelner, verteidigt die Auszeichnung des Gourmetführers seit mehr als zwanzig Jahren. Unter der Woche zielt das Hotel auf Geschäftskunden und Unternehmen aus dem wirtschaftsstarken Ostwestfalen und dem Raum Hannover – „unser Brot- und Buttergeschäft“. Die Auslastung des Hotels liegt bei rund 50 Prozent, die Umsätze sind in den letzten Jahren um gut 20 Prozent gestiegen. Die aktuellen Zahlen hat Bonanni immer im Blick. „Das hier ist keine Liebhaberei. Wir sind klar ein Wirtschaftsunternehmen“.

 

Schlosshotel Münchhausen
Aerzen
5 Sterne Superior (728 Punkte)
Doppelzimmer: ab 170 Euro (Zehntscheune), ab 235 Euro (Schloss)
Suite: ab 395 Euro
Frühstück: 29 Euro

Was muss ein Fünf-Sterne-Hotel bieten?

Es muss in allen Bereichen höchsten Ansprüchen entsprechen und bei der Bewertung anhand der 270 Kategorien der Deutschen Hotelklassifizierung mindestens 600 Punkte erreichen (ab 700 Punkte -> Superior). Beurteilt werden: allgemeine Hotelinformationen, Rezeption & Service, Zimmer, Gastronomie, Veranstaltungsbereich, Freizeit sowie Qualitäts- und Onlineaktivitäten. Für fünf Sterne müssen zudem diese zwölf Mindestkriterien erfüllt sein:

  • 24 Stunden besetzte Rezeption, mehrsprachige Mitarbeiter
  • Wagenmeisterservice
  • Concierge, Hotelpagen
  • Empfangshalle mit Sitzgelegenheiten und Getränkeservice
  • Personalisierte Begrüßung mit frischen Blumen oder Präsent auf dem Zimmer
  • Minibar und 24 Stunden Speisen und Getränke im Roomservice
  • Körperpflegeartikel in Einzelflakons
  • Internet-Endgerät auf dem Zimmer auf Wunsch
  • Safe im Zimmer
  • Bügelservice (innerhalb einer Stunde), Schuhputzservice
  • Abendlicher Turndownservice
  • Mystery-Guesting

Weitere Informationen zur Deutschen Hotelklassifizierung finden sich auf dem europäischen Hotelbewertungsportal hotelstars.eu, zu dessen Partnern auch der Dehoga gehört.