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KWS kündigt Wechsel der Rechtsform an

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Unternehmenssitz der KWS in Einbeck.

Aufsichtsrat und Vorstand der KWS Saat SE, Einbeck, haben beschlossen, den Wechsel der Rechtsform in eine SE & Co. KGaA und einen Aktiensplit im Verhältnis 1:5 vorzubereiten.

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Der Rechtsformwechsel in Richtung einer Kommanditgesellschaft auf Aktien soll nach Unternehmensangaben unter anderem sicherstellen, dass die Führung von KWS auch bei einer Kapitalerhöhung mit Ausgabe neuer Aktien nach den bisherigen Werten fortgeführt wird. Nächste Schritte wären die endgültige Entscheidung in Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zustimmung der Hauptversammlung am 14. Dezember. Die Eintragung ins Handelsregister könnten dann im Frühjahr 2019 erfolgen.

Seit ihrer Gründung vor mehr als 160 Jahren ist die KWS ein familiengeprägtes Unternehmen. Die Aktienmehrheit (derzeit 54,5 %) wird von Mitgliedern der Familien Cal-Ernst Büchting und Arend Oetker gehalten. Mit der Umwandlung soll die KWS Saat SE in die KWS Saat SE & Co KGaA übergehen. Eine Änderung der Rechtspersönlichkeit der Gesellschaft gehe damit nicht einher, heißt es in einer Mitteilung. Die Aktionäre der KWS Saat SE werden automatisch Kommanditaktionäre der KWS Saat SE & Co KGaA. Komplementärin der KGaA wird die KWS SE. Darin haben die Familienaktionäre Büchting und Oetker die Mehrheit der Stimmrechte. Aufgabe der KWS SE ist die Geschäftsführung und damit die langfristige und strategische Steuerung der KWS Saat SE & Co. KGaA.

Der Formwechsel hat weder die Auflösung der bestehenden Gesellschaft noch die Gründung einer neuen juristischen Person zur Folge. Die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft bleibt erhalten. Für die Mitarbeiter bleibt weitgehend alles beim Alten: Alle Arbeitsverträge und alle mit den Arbeitnehmervertretungen geschlossenen Vereinbarungen haben unverändert Bestand.

„Mit diesem Schritt stellen wir uns bestmöglich für weiteres Wachstum auf“, sagte KWS-Vorstandssprecher Hagen Duenbostel in Einbeck. „Wir erhalten am Kapitalmarkt bessere Finanzierungsmöglichkeiten – etwa für Akquisitionen, um das KWS-Portfolio sinnvoll zu erweitern. Zugleich bleibt die bewährte Unternehmenssteuerung durch unsere Kernaktionäre erhalten“, sagte Duenbostel.

„Wir Familienaktionäre denken in Generationen, nicht in Quartalen. Diese auf langfristigem Handeln und einer unabhängigen Marktposition basierende Haltung sichert dem Unternehmen auch in Zeiten zunehmender Branchenveränderungen eine starke Position“, kommentierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der KWS Saat SE, Andreas J. Büchting.

„Mit der Umwandlung sorgen wir dafür, dass KWS seiner gewachsenen Firmenidentität treu bleibt und die Zukunft auf Grundlage einer generationenübergreifenden Erfolgsgeschichte mit Entschlusskraft und Selbstbewusstsein gestaltet“, erläuterte Marie T. Schnell, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der KWS Saat SE und Repräsentantin der Familie Arend Oetker.

Um die Liquidität der Aktie zu steigern, wird außerdem ein Aktiensplit im Verhältnis 1:5 vorbereitet, verbunden mit einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln der KWS Saat SE. An den Beteiligungsverhältnissen ergeben sich durch den Aktiensplit keine Änderungen. Die Aktionäre brauchen keine Zuzahlungen zu leisten.