Start Allgemein B-83-Baustelle bei Steinmühle: Auch noch verspottet

    B-83-Baustelle bei Steinmühle: Auch noch verspottet

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    Es ist die zweite Sperrung neben der hannoverschen Königstraße, auf die sich besonderes Interesse richtet: Die B 83 bei Steinmühle ist seit Mitte Mai nicht passierbar. Grund sind Felsen eines Steilhangs, von dem Steine auf die Straße zu fallen drohen. Bis sich die Landespolitik, auch nach Protesten betroffener Unternehmer, einschaltete, drohte sogar eine jahreslange Sperrung: Das brüchige Gestein liegt in einer geschützten Zone, in der seltene Tierarten zu Hause sind. Tatsächlich wurde sogar über eine Verlegung der B 83 nachgedacht, was allerdings den Bau von zwei Weserbrücken erfordert hätte. Aktuell hofft die Region darauf, dass noch vor dem Winter die Strecke zumindest wieder einspurig befahren werden kann. Immerhin: Die nicht zuletzt von Unternehmen der Region geforderte Information über den Fortgang der Arbeiten scheint zu funktionieren.

    Die zusätzlichen Verkehrsbelastungen im, was die Straßenanbindung betrifft, ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Raum Holzminden sind durch die Umleitung an den verschiedensten Stellen spürbar. Unternehmen sind durch die längere Anfahrt noch schwerer zu erreichen. Sogar völlig abgeschnitten ist ein Café an der B 83 direkt im Bereich der Sperrung. Und als ob das die Betreiber nicht schon hart genug trifft: Nach einem NDR-Bericht über deren Situation wurde das im Online-Diskussionsforum unter diesem Beitrag noch mit spöttischen Kommentaren versehen: „Ich würde den Felsen verklagen …“