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Ausbildungsqualität mit Brief und Siegel

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IHK-Ausbildungsleiter Professor Dr. Günter Hirth (links) übergibt Inka und Jens Rodewyk die Eins+-Urkunde.
Die Urkunde ist im Unternehmen: Das hannoversche IT-Systemhaus Anders & Rodewyk bekommt von der IHK Hannover eine hohe Ausbildungsqualität bescheinigt.

 

Vielleicht der spannendste Augenblick der Urkundenübergabe: Jens Rodewyk, Geschäftsführer der Anders & Rodewyk GmbH, bittet diejenigen der im Raum versammelten Mitarbeiter, die bereits eine Ausbildung im hannoverschen Systemhaus gemacht haben, aufzustehen. Tatsächlich steht dann der weitaus überwiegende Teil, fast alle. Und immerhin ist ein großer Teil der 82-köpfigen Belegschaft dabei, als Anders & Rodewyk von IHK-Ausbildungsleiter Professor Dr. Günter Hirth im Juli mit der Eins+-Urkunde die hohe Ausbildungsqualität bescheinigt wird.

Ausbildung ist ein wichtiges Thema für Anders & Rodewyk. Ohne selbst auszubilden hätte das Unternehmen nicht so wachsen können, wie man das in den vergangenen Jahrzehnten geschafft hat – das machte Inka Rodewyk, im IT-Systemhaus für Personal zuständig, bereits Ende vergangenen Jahres in einem Beitrag in der Niedersächsischen Wirtschaft deutlich. Insofern war die Bewerbung um das Ausbildungssiegel Eins+ der IHK Hannover nur folgerichtig. Jetzt ist die Urkunde da, auch der letzte, formale Akt des Audit-Verfahren ist damit beendet.

Inka Rodewyk und ihre Mitarbeiter in der Ausbildung traten dabei mit einigem Selbstbewusstsein zur Auditierung an. Jedes Jahr fünf bis sechs Auszubildende, vor allem zum Fachinformatiker, und das seit Einführung der neuen IT-Berufe seit etwas mehr als 20 Jahren. Im August geht der 21. Jahrgang an den Start, „ein besonderer“, wie Inka Rodewyk sagt: Es sind diesmal sogar neun junge Leute, und ins Berufsleben starten, und erstmals auch eine Fachfrau für Bürokommunikation. Die neuen haben dabei auch einen Ruf zu verteidigen: Bei Anders & Rodewyk haben bislang alle Azubis ihre Prüfung bestanden – „und nicht irgendwie, sondern gut“, sagt die Personalleiterin. Sie hat Auszubildende schon zu internationalen Vergleichswettkämpfen gebracht oder unter die Landesbesten.

Bestehensquote 100 Prozent: Damit nimmt man eine der ersten Hürden für das Ein+-Siegel leicht. Wer sein Unternehmen im Wettbewerb um die immer weniger werdenden Jugendlichen, die eine Lehre machen wollen, damit schmücken will, muss zumindest über 80 Prozent liegen, erklärte IHK-Ausbildungsleiter Hirth.

Die Vorbereitungen bei Anders & Rodewyk für die Eins+-Auditierung begannen bereits im vergangenen Jahr, aber auf der Basis der langjährigen Erfahrung. Als die IT-Berufe neu geordnet wurden, die IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker, IT-Systemkaufleute und Informatikkaufleute an den Start gingen, war das hannoversche Systemhaus dabei. AEVO-Prüfung, Diskussion mit Berufsschullehrern über die neu entstehenden Lehrpläne, nach drei Jahren dann die Mitarbeit in den Prüfungsausschüssen: Auch Bernward Anders, neben Jens Rodewyk Geschäftsführer, hat sich in diesem Bereich lange engagiert.

Ein langer, aber konsequenter Weg von diesen Anfängen vor zwei Jahrzehnten bis zum Ausbildungssiegel Eins+: Im Bereich der IHK ist Anders & Rodewyk erst das achte Unternehmen, das die Urkunde erhält. Und in Hannover das dritte – und in diesem Trio das kleinste. Aber Eins+ ist auch für Mittelständler ein Weg, sich die Ausbildungsqualität mit Brief und Siegel bescheinigen zu lassen, um für künftige Fachkräfte attraktiv zu werden. Nach Angaben von Günter Hirth bereiten sich im Bereich der IHK Hannover knapp 50 Unternehmen auf das Ausbildungssiegel vor.

Und hier geht’s zu den Informationen über Eins+ auf der IHK-Website.

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Klaus Pohlmann

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