Start Unternehmen Dicht Dran 7 Fragen an: Bernhard von Heyl

7 Fragen an: Bernhard von Heyl

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Bernhard von Heyl. Foto: VSM
Bernhard von Heyl. Foto: VSM

Vereinigte Schmirgel- und Maschinenfabriken AG, Hannover

Der 59-jährige Ingenieur kam 2002 in das 1864 von Siegmund Oppenheim und Siegmund Seeligmann gegründete Unternehmen. 2014 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden berufen. VSM produziert in Hannover-Hainholz Schleifmittel auf flexibler Unterlage. Das Unternehmen ist mit rund 750 Mitarbeitern in mehr als 70 Ländern aktiv und erzielte 2016 einen Umsatz von 143 Mio. Euro.

1. Wie beschreiben Sie was Ihr Unternehmen macht – in einem Satz?
Wir Menschen lieben glatte Oberflächen und brauchen definierte Oberflächen für viele technische Anwendungen: VSM hat für nahezu jede Anwendung das passende Schleifmittel.

2. Was ist aktuell das wichtigste Thema für Sie?
Die Abwicklung einiger großer Projekte am Standort Hannover, allen voran der Neubau einer Produktionshalle und die Inbetriebnahme einer neuen Testanlage.

3. Was war Ihre bedeutsamste Entscheidung?
Der Aufbau einer eigenen Kornfertigung. Im Nachhinein betrachtet war es eine der besten Entscheidungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens im Markt. Denn der Bedarf an Schleifmitteln steigt permanent.

4. Was bereitet Ihnen aktuell Sorge?
Ein möglicher Handelskrieg, bei dem wir alle eigentlich nur verlieren können.

5. Und was lässt Sie hoffen?
Viele sehr gute und engagierte Mitarbeiter in Vertrieb, Technik und Verwaltung sowie super neue Produkte – das sind beste Voraussetzungen für die weitere positive Geschäftsentwicklung.

6. Was brauchen Sie unbedingt und worauf können Sie verzichten?
Wir brauchen Fachkräfte und Rohstoffe, aber auch funktionierende Weltmärkte und eine Infrastruktur, um die Märkte bedienen zu können, dazu Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Wir brauchen auch die Unterstützung und die positive Einstellung zur Industrie am Standort durch Stadtteil, Stadt, Region, Land und Bund. Verzichten kann ich auf alles, was den globalen Handel einschränkt und die Produktion am Standort erschwert.

7. Worauf freuen Sie sich in den nächsten Monaten besonders?
Auf den Spatenstich für die neue Produktionshalle, aber auch auf die Eröffnungsfeier unserer neuen Tochtergesellschaft in Tschechien. Wir wollen unser Geschäft weiter ausbauen und vielleicht auch weitere Arbeitsplätze schaffen.