Start Unternehmen Dicht Dran Geklingelt bei … VIP-Autowaschsalon

Geklingelt bei … VIP-Autowaschsalon

-
TEILEN
VIP-Autowaschsalon. Foto: Barbara Dörmer

Eigentlich wollte Jakob Spenst in den 90er Jahren nur einem Bekanntem aus seiner Heimat Russland helfen, der dort eine Autowaschanlage bauen wollte. Spenst arbeitete sich ein, gab sein Wissen weiter und fand schließlich selbst Gefallen am Thema. Im Jahr 2000 eröffnete er in Lünen bei Dortmund seine erste Autowaschanlage. Inzwischen betreibt der 47-Jährige unter der Marke „VIP-Autowaschsalon“ vier Waschstraßen in Laatzen, Lehrte, Lippstadt und Gütersloh und bietet dort ökologische Autowäschen an.

Herr Spenst, wobei stören wir Sie gerade?
Ich mache gerade eine Dichtheitsprüfung von den unterirdischen Behältern der Waschanlage. Man muss ein bis zwei Mal im Jahr prüfen, ob die Behälter, in denen sich das Wasser sammelt, noch dicht sind. Dazu werden die Behälter bis oben mit Wasser gefüllt. Dann wird mit Hilfe einer Sonde gemessen, ob dort Flüssigkeit verloren geht.

Was ist Ihr Kerngeschäft?
Waschstraßen. Das mache ich seit fast 20 Jahren. Meine Waschstraßen haben alle eine Photovoltaikanlage und eine Elektrowärmepumpe. Die SB-Boxen werden mit Wasser aus Solarenergie erwärmt. Seit 2018 laufen alle Waschstraßen mit Ökostrom. Normalerweise benötigt man pro Wäsche 450 bis 500 Liter. Hier ist aber an jeder Waschstraße eine Aufbereitungsanlage, die das Wasser filtert. So benötigen wir nur sieben bis zehn Liter Frischwasser pro Auto. Außerdem verwenden wir ökologisches Wachs.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
Mit allen Firmen zusammen zehn. Hier in Lehrte sind drei Mitarbeiter.

Wofür möchten Sie werben?
Wir sind öko, wir werben in unseren Flyern damit. Ich habe vor Jahren eine Kläranlage besucht, um zu sehen, wie das Wasser dort gereinigt wird. Im Prinzip funktioniert das so, dass das Wasser mit Sauerstoff versetzt wird. Dann werden gute Bakterien hinzugefügt, die die schlechten Bakterien fressen. Das ist ein biologisches Verfahren. Das Prinzip haben wir hier auch eingesetzt. Denn Wasser ist kostbar. Wenn man es verschwendet, finde ich das nicht gut.

Was verbindet Sie mit der IHK?
Das ist eine automatische Verbindung. Aber ich bin froh, dass sich die IHK so auf den Weg macht und die Firmen besucht. Ich habe mich bei der IHK einmal über Ökostom-Anbieter informiert. Ich wollte wissen, ob es stimmt, was die Firmen sagen – woher ihr Strom kommt.

Aufgezeichnet von Barbara Dörmer.