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Schlafsack, Luftmatratze, WLAN

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Mehr Profil für die neue Cebit.

Neues Profil: In Hannover stellten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Cebit-Vorstand Oliver Frese die Cebit 2018 vor – im Schulterschluss zwischen Stadt und Messe.

„Und jetzt darf ich Oliver bitten“, moderiert Cebit-Pressesprecher Hartwig von Saß. Gemeint ist Cebit-Chef und Messe-Vorstand Oliver Frese, der dann auf der Bühne seinen Part bei der Vorab-Pressekonferenz zur IT-Messe Anfang März in Hannover vorstellt. Auch der Ton hat sich bei der Cebit geändert, wie fast alles andere auch. Nur der Name ist geblieben und der Ort: Hannover, Messegelände.

Das heißt: Nicht nur auf dem Messegelände. Die ganze Stadt soll eingebunden sein. Die Cebit gehört zur Identität Hannovers, sagte Stefan Schostok bei der Pressekonferenz. Mit dieser Botschaft stellte sich Hannovers Oberbürgermeister an Freses Seite. Und nicht nur er: Eine ganze Reihe von Institutionen, Einrichtungen und Unternehmen tritt in diesem Jahr als Partner der Cebit an: der Flughafen, die City-Gemeinschaft, die Wirtschaftsförderer von Hannoverimpuls, der Dehoga, das Fuchsbau-Festival, der Coworking-Space Hafven, die Verlagsgesellschaft Madsack, der Heise-Verlag. Noch welche vergessen? Bestimmt, die Liste ist lang. Im Beratergremium saßen zum Beispiel auch Dr. Andreas Sennheiser und Mousse T. In der Innenstadt wird es unter anderem einen Schaufensterwettbewerb zum Thema Digitalisierung geben.

Stefan Schostok (l.) und Oliver Frese.

Die Cebit 2018 wird anders. Sie musste in den Sommer verlegt werden, weil sich eine ganze Menge draußen abspielen soll. Konzerte beispielsweise. Und natürlich der d!campus: In der Messeterminologie heißt so der Mittelpunkt der neuen Cebit, auf der Fläche unter und neben dem Expo-Dach. Eine Art Agora für das IT-Volk: Was im Griechenland der Antike zentraler Versammlung-, Fest und Diskussionsort war, ist auf dem Cebit-Gelände der d!campus – eine Mischung aus Treffpunkt und Informationsbörse, Partymeile und Konzertarena. Die Digitalisierung feiern: Das sagt Oliver Frese immer wieder über die neue Cebit. Und: „Die Stadt wird brummen.“

Jünger, bunter, lockerer, vielfältiger: So will die Messe neue Zielgruppen ansprechen. Eine der vielen Kooperationen ist dabei die mit Mein-Zelt-steht-schon. Übernachtung wie bei einem Festival im gemieteten Zelt mit Luftmatratze und Schlafsack. Nur eben nicht ganz: Für den ganzen Cebit-Campingplatz wird gerade WLAN eingerichtet.

Alles haben die Cebit-Macher in den vergangenen Monaten auf den Prüfstand gestellt, nur eben Namen und Ort nicht. Jedes ausstellende Unternehmen musste umziehen, findet in diesem Jahr einen neuen Platz auf dem Messegelände. Einzige Ausnahme: Vodafone. Die waren schon in den letzten Jahren unterm Expo-Dach und dürfen jetzt dort bleiben, mitten im d!campus.

Neben dem Campus gibt noch drei andere Cebit-Bereiche, für die Oliver Frese knappe Beschreibungen findet. Da wäre d!economy: Hier zeigen Unternehmen Produkte, die man – so Frese – sofort kaufen und anwenden kann. Wenn man so will, findet man hier den klassische Messe- und Ausstellungsbereich. Denn den wird es, neben aller Partylaune, natürlich weiterhin geben. Es muss ihn geben. Mit dabei sind auch weiterhin Themen wie Sicherheit oder Finanz-IT. Und E-Government: Für Mitarbeiter der öffentliche Hand wird es sogar ein eigenes Cebit-Ticket geben.

Auch beim dritten Bereich, d!tec, wird ein klassisches Cebit-Thema weitergeführt: Hier wird in die Zukunft geblickt, es geht um künftige Produkte, um Forschung und Entwicklung. Das war schon immer ein wichtiger Teil der Cebit. Bleibt schließlich noch d!talk: Darunter läuft das Konferenzprogramm, allerdings auf zehn Bühnen über das ganze Messegelände verteilt. Wie viele Aussteller aber im Juni nach Hannover kommen, wollte Frese noch nicht sagen. Dazu sei es Anfang März zu früh, dreieinhalb Monate vor Messebeginn. Mitte Mai kommt eine erste Zahl.

An ein paar Fakten zum Messeablauf wird man sich aber gewöhnen müssen. Der Cebit-Messetag beginnt eine Stunde später als noch im vergangenen Jahr, erst um 10 Uhr. Und der endet um 23 Uhr, entspannt (hoffen die Messemacher) im lauen Frühsommer auf dem d!campus. Dafür gibt’s auch eigene Tickets, die zu ermäßigten Preisen den Eintritt ab 17 Uhr gewähren. Der klassische CeBIT-Besucher dagegen kauft ein Wochenticket (es gibt nur das), für jetzt bereits Entschlossenen kostete es 100 Euro. Später wird es doppelt so teuer. Der Messemontag ist noch nicht für das breite Publikum gedacht, sondern ein Konferenz- und Medientag, der in die Eröffnungsveranstaltung übergeht – in Hannover hofft man dabei natürlich auf den Besuch der Bundeskanzlerin. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bleiben als Standard-Messetage, denn der letzte Tag ist dann der Digital Friday mit wiederum eigenem Programm. Und einem Schlussakkord mitten in Hannover, am Kröpcke: Dort wird es ein Konzert geben – mit wem, wurde wollte Bürgermeister Schostok aber noch nocht verraten.

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Klaus Pohlmann

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