Start Unternehmen Dicht Dran In der Region vertreten: Professionelles aus Lehrte

In der Region vertreten: Professionelles aus Lehrte

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Miele-Produktion in Lehrte.

Waschmaschinen und Trockner von Miele für große Mengen kommen nicht aus Gütersloh, sondern aus Lehrte. Hier zählt das Familienunternehmen zu den größten Arbeitgebern.

In Waschsalons, Textilreinigungen, großen Hotels, Krankenhäusern, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen oder Bohrinseln kommen sie zum Einsatz: Waschmaschinen, Trockner und Mangeln für den professionellen Gebrauch von Miele. Seit 1969 werden die Geräte in Lehrte bei Hannover entwickelt und produziert. Als Kompetenzzentrum für die gewerbliche Wäschepflege – unter anderem mit Waschmaschinen für 8 bis 32 Kilogramm Textilien – ist Lehrte einer von acht Produktionsstandorten des Gütersloher Familienunternehmens in Deutschland.

Auf den rund 44 000 Quadratmetern Fläche des Werks stellen die 387 Mitarbeiter Waschmaschinen, Trockner und Muldenmangeln in mehr als 600 Varianten für Kunden in aller Welt her. Darüber hinaus produzieren sie Kassiergeräte für Münzwäschereien und Bügelsysteme für Privathaushalte. Vor drei Jahren wurde das Lehrter Werk des Premium-Hausgeräteherstellers mit dem MX Award Manufacturing Excellence) für seine erfolgreiche Neuausrichtung der Produktion ausgezeichnet. Das Werk hatte seit dem Jahr 2006 jeden noch so kleinen Produktions- und Prozessschritt durchleuchtet, um Produktivitätsgewinne zu erzielen. Das Unternehmen investierte mehr als 50 Mio. Euro in die Prozessoptimierung. Am Ende standen ein 60-prozentiger Produktivitätszuwachs und weitere Verbesserungen im Produktprogramm. Das Werk konnte somit die Lieferzeit einer Maschine auf ein bis maximal fünf Tage verkürzen, sodass die gewerblichen Kunden nur kurze Zeit einen etwaigen Ausfall eines Geräts überbrücken müssen. Das Werk steht generell für eine hohe Komplexität bei geringen Stückzahlen bis hin zu kundenindividuellen Konfigurationen mit hoher Fertigungstiefe.

Im Frühjahr dieses Jahres hat Miele ein neues Prüflabor in Lehrte in Betrieb genommen, das sogenannte Label-Labor. Mit diesem begegnet Miele einer neuen europäischen Norm, die verlangt, das normierte Messwerte von gewerblichen Waschmaschinen und Trocknern unter gleichbleibenden Bedingungen erfasst werden, in diesem Fall bei Temperaturen von 23 Grad Celsius und konstanten 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Beim Wasser müssen Härtegrad und pH-Wert ebenso präzise bemessen sein, und auch hierfür ist das Prüflabor von Miele Professional gerüstet. Die Europäische Standardnorm PrEN 50640 soll voraussichtlich noch in diesem Jahr verabschiedet werden.