Start Unternehmen Dicht Dran In der Region vertreten: Pattex aus Hannover

In der Region vertreten: Pattex aus Hannover

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Zwei Millionen Kartuschen produzieren die Henkel-Mitarbeiter in Limmer jede Woche. Fotos: Henkel/Google Earth

Direkt am Stichkanal in Hannover-Linden, mit Bahnanschluss – hier wurden vor fast hundert Jahren die Sichel-Werke zum Marktführer bei Tapetenkleister. 1962 hat Henkel Sichel übernommen. Aber Hannover ist auch im Henkel-Konzern ein wichtiger Standort geblieben.

Die Grundmasse für den Pritt-Stift kommt übrigens auch aus Hannover“, sagt Sebastian Hinz, Pressesprecher aus der Düsseldorfer Henkel-Zentrale fast beiläufig im Gespräch über die Niederlassung des Konzerns in Hannover. In Limmer, direkt am Stichkanal Hannover-Linden, betreibt Henkel sein globales Kompetenzzentrum für Konstruktionskleber, Fugen- und Dichtmassen. Auf dem rund fünf Hektar großen Gelände stellen 200 festangestellte Mitarbeiter und etwa 60 Leiharbeiter Kontaktkleber, Konstruktionsklebstoffe, Silikon- und Acryl-Dichtstoffe, Tapetenkleber, Universalkleber sowie Polyurethanschäume und Wasserabdichtungsmaterialien für die Baubranche her. Und aus dem hier hergestellten Grundstoff werden in Düsseldorf Klebestifte produziert.
Bereits seit 1962 gehört das Werk zu Henkel, damals übernahm der Konzern die Sichel-Werke. An den einstigen hannoverschen Marktführer für Tapetenkleister und andere Klebstoffe erinnert heute nur noch die Adresse des Werks, das in der Sichelstraße liegt.

Henkel in Hannover - aus der Luft.

„In Hannover werden heute rund 2100 verschiedene Fertigprodukte auf 18 Abfülllinien hergestellt“, erklärt Matthias Baumann, der den Henkel-Standort in Hannover leitet. Darunter beispielsweise der Pattex-Kraftkleber, die „Kleben statt Bohren“-Produkte und der Pattex-Montagekleber in Kartuschen. „Pro Woche werden hier zwei Millionen Kartuschen abgefüllt“, so Werksleiter Baumann. Dazu kommen mehrere professionelle Bauprodukte unter der Marke Ceresit und Tapetenkleber, auch aus Hannover. Der Standort liefert seine Produkte in mehr als 30 Länder weltweit aus.

Millionen-Investition in Hannover geplant

Kurz nach der Jahrtausendwende stand das Werk auch einmal vor einer ungewissen Zukunft, allerdings entschied sich der Konzern dann zur Aufwertung Hannovers und investierte. Henkel plant in den nächsten Jahren weitere Investitionen im einstelligen Millionenbereich in das globale Kompetenzzentrum, um die Produktionskapazitäten auszuweiten.